Fußballer entdecken das Fahrrad
Hintergrund

Renate und Herbert Stöckl aus Schmidgaden sind gleich mehrmals im Jahr auf dem Freundschaftsweg unterwegs und wissen auch die Ruhebänke am Wegrand zu schätzen. Bild: Bugl
Lokales
Deutschland und die Welt
18.08.2009
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Niedermurach/Pertolzhofen. (bl) Als sich um die Jahrhundertwende die Eisenbahn breit machte, waren die Niedermuracher gar nicht begeistert von dieser Anbindung. So mancher soll sich damals gegen einen Bahnhof in Niedermurch gesperrt haben.

Inzwischen ist das Gebäude längst wieder in Privatbesitz übergegangen. Doch auch als vor einigen Jahren die Gemeinde über den Umbau der Bahntrasse zum Radweg debattierte, ging das nicht ohne Widerstand. " So was brauchen wir nicht", bekam Bürgermeister Rainer Eiser zu hören. "Inzwischen sind die größten Kritiker froh darüber, dass es den Radweg gibt". Sogar die Fußballer ziehen inzwischen eine Trainingseinheit im Sattel dem Kicken vor: Mit einer Auftaktfahrt auf dem Radweg hat der FC Pertolzhofen kürzlich eine neue Sparte "Radfahren" eingeführt.

Ideal für einen Sonntagnachmittag

Niedermurach. (bl) Renate und Herbert Stöckl aus Schmidgaden sind schon am Gardasee geradelt, aber dem Bayerisch-böhmischen Freundschaftsweg bleibt das Paar trotzdem treu. "50 bis 60 Kilometer, das ist perfekt für einen Sontagnachmittag", sind die beiden überzeugt. Drei bis vier mal jährlich treten sie für eine Tasse Kaffee in Oberviechtach in die Pedale. "Schade, dass es in unserer Gegend nicht mehr solcher Radwege gibt", bedauert Renate Stöckl und zählt die Vorteile auf: Hier ist man "ab vom Schuss", weg vom Verkehr und muss nicht besonders intensiv auf entgegenkommende Radler achten. Außerdem ist die Steigung sehr moderat, der Radweg nicht überlaufen.
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