"G.A. Rieppelli und die Sölln": Mal lustig, mal bitterböse
Bänkelrock begeistert

"G.A. Rieppelli und die Sölln": Die Musiker beschreiben sich als eine Mischung aus Oberkrainer und Rolling Stones. Bild: miw
Pfreimd. (miw) Seit einem Jahr sind sie zusammen unterwegs, und weil weder Hochdeutsch noch Englisch so richtig ihr Ding ist, haben sie kurzerhand den Bänkelrock entwickelt. Das ist eine Mischung aus klassischer Rockmusik und bayerischen Texten, die hauptsächlich von Sex, Crime, Alkohol und Beziehungsproblemen (ihr Spezialgebiet) handeln. Weil ihnen manchmal scherzhaft vorgeworfen wird, ein wenig frauenfeindlich zu sein, sind mittlerweile auch ein paar Liebeslieder im Repertoire.

Mal lustig, mal bitterböse, hin und wieder politisch unkorrekt, aber musikalisch einwandfrei, so könnte man "G.A. Rieppelli und die Sölln" in aller Kürze beschreiben. Statt Schafkopf zu spielen, wie andere Herren ihres Alters, machen sie eben Musik, und das nicht schlecht.

Die Zuhörer im "Mona Lisa" waren jedenfalls begeistert von Ferdinand Rieppel (Gesang, Gitarre), Martin Niedermeier (Gesang, Gitarre), Mike Helgath (Drums, Percussion) und Wolfgang Bauer (Gesang, Bass). Viele ihrer Songs sind selbst verfasst, daneben finden sich einige bayerisch umgetextete Coverversionen im Programm. Aus Pinks "Dear Mr. President" wird kurzerhand "Herr Ministerpräsident", und auch "Rockstar" von Nickelback wurde ohne Probleme assimiliert.

Auch vor kommunalpolitischen Themen machen die vier Musiker aus Schwandorf, Schwarzenfeld, Nabburg und Pfreimd, die seit Jahren in verschiedenen Gruppierungen musikalisch unterwegs sind (unter anderem bei Saitensprung, Nordgau Monophones und Tonegift) nicht halt. Mit dem Song ,Bahnübergang' ernteten sie nicht nur jede Menge Lacher und Applaus bei den Ortskundigen, sondern auch rund 6000 Klicks bei YouTube. Für die Bänkelrocker steht daher fest: "Nächstes Jahr um diese Zeit spielen sie im Madison Square Garden". Wer nicht so lange warten will: Am 6. November sind sie im "Theatro" in Nabburg zu hören.
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