Gabriele Bäumler löst Kreisvorsitzenden Manfred Plößner ab - Kritik an großer Koalition
Eine Frau führt jetzt die Freien Wähler

Schwarzenbach. (ade) "Zehn Jahre als Kreisvorsitzender sind genug", erklärte Freie-Wähler-Landkreis-Chef Manfred Plößner in der Generalversammlung im Sportheim. Eine Wunschkandidatin für seine Nachfolge hatte der Polizist bereits parat.

Die Arbeit als Kreisvorsitzender habe ihm meistens Spaß gemacht, und gemeinsam mit "seiner Vorstandschaft" habe er viel erreicht. Den Freien Wählern will Plößner auf jeden Fall erhalten bleiben. "Ich bin ein 'Freier' mit Leib und Seele", versicherte der scheidende Vorsitzende, der sich nun mit ganzer Kraft der Fraktionsarbeit im Kreistag widmen möchte. Auch sein neues Amt im Vorstand des Landesverbandes werde seinen Einsatz fordern.

Erfahrene Mannschaft

Als Nachfolgerin an der Spitze des Kreisverbandes schlug Plößner die 53-jährige Gemeinderätin Gabriela Bäumler aus Etzenricht vor. Einstimmig wählte die Versammlung die Grundschullehrerin und Mutter zweier erwachsener Söhne zur Kreischefin. Bäumler möchte gemeinsam mit der "erfahrenen und motivierten Mannschaft" die Region lebens- und liebenswert erhalten und die Kräfte auf Landes-, Bundes- und Europa-Ebene bündeln.

Die Pädagogin kann auf die Unterstützung eines erfahrenen Vorstands bauen, der komplett und ohne Gegenstimmen wieder ins Amt gewählt wurde. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Karl Meier und Bernhard Pscheidt, Kassier Christoph Franzeck, Schriftführerin Petra Ade und Pressereferent Gerhard Steiner sind wieder im Team.

Lediglich zwei neue Beisitzer sind mit Rupert Seitz und Eka Reber im Gremium und unterstützen die bewährten Beisitzer Hans Wittmann, Franz Bringer, Thomas Riedl, Annette Dietl, Anton König, Reinhold Wiesner, Matthias Grundler und Alexander Stümpfl. Kassenprüfer bleiben Thomas Schopf und Jürgen Kammerer.

Lob für Mitbewerber

Plößner erinnerte noch einmal an den Kreistags-Wahlkampf und seine Landratskandidatur. "Ausnahmslos alle Landratskandidaten lieferten einen fairen Wahlkampf", lobte Plößner seine Mitbewerber. Erfreulich sei der zusätzliche Sitz, den die Freien Wähler im Kreistag erringen konnten. Die acht FW-Kreisräte wollen die Energiewende, den demografischen Wandel, Busverbindungen, den Erhalt von Schulstandorten und die Haus- und Notarztversorgung zu ihren Themen machen.

Mit der großen Koalition im Kreistag geht Plößner hart ins Gericht: "Sie verfahren wie auf Bundesebene. Die Landkreisvertreter stimmen auf Bundes- und Landesebene für Entscheidungen ab und haben auf Kreistagsebene eine andere Meinung, die sie als ihr Programm verkaufen."
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