Gäste lassen sich gerne angeln

Die Besucher waren in Scharen nach Pretzabruck gekommen, um sich die leckeren Fischgerichte schmecken zu lassen. Bilder: ksi

Sie hat Tradition, ist nicht "altbacken" und zieht jedes Jahr die Besucher wie ein Magnet an: Die Fischkirwa in Pretzabruck.

Schwarzenfeld-Pretzabruck. (ksi) Die Kirchweih reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück und wurde nach langer Zeit der "Abstinenz" von der hiesigen Feuerwehr Pretzabruck wieder ins Leben der Dorfgemeinschaft gerufen. Eine Schautafel am Schwarzach-Ufer zeigt Impressionen der vergangenen zwei Jahrzehnte. 120 Helfer legten sich auch heuer wieder ins Zeug, um den Besucheransturm zu bewältigen. Der Festplatz in den Schwarzach-Auen hat seinen besonderen Reiz. Die Kirchweih wird in der Zeit des Abfischens in der Schwarzach - am ersten Augustwochenende - gefeiert. Den Auftakt bildete ein gut besuchter Gottesdienst. Der Chor "Deutsche Steinzeug" gab ihm mit der "Waldlermesse" ein festliches Gepräge. Die Leitung lag in den bewährten Händen von Erwin Oppelt. Für Zitherklänge sorgten Birgit Lehner und Barbara Lang.

Als Eingangslied erklang mit kräftigen Männerstimmen "Am kühlenden Morgen, wenn alles noch ruht". Pfarrvikar Joseph Kokkoth zelebrierte den Gottesdienst, bei dem auch der verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr sowie der Bürger der Altgemeinde Pretzabruck gedacht wurde.


Nicht vom Fließband

Das Thermometer zeigte die passenden Temperaturen an. Viele Gäste nahmen dann im Zelt oder unter den Bäumen Platz. Der Vorsitzende der Feuerwehr, Alexander Fick, sowie Festleiter Josef Obendorfer luden die Gäste nach dem Gedenkgottesdienst zum Frühschoppen und zum Mittagstisch ein. Ihr Motto: "Das Essen zubereitet mit Herz und Hand, nicht vom Fließband."

Mund wässrig gemacht

Der Blick in die Speisekarte machte den Gästen den Mund wässrig. Das Team der Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Wünsche der Gäste - rund 1000 dürften es schon mittags gewesen sein - zu erfüllen. Eine gut eingerichtete Küche mit einem aufeinander eingespielten Küchenpersonal - alles erfahrene Köchinnen und Hausfrauen von Format - verköstigten die Gäste. Die Bedienungen - Jungfeuerwehrmänner- und -frauen - sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die Gäste sparten nicht mit Lob. Die Würzrezepte für die Fische ließen sich die Frauen allerdings nicht entlocken, schließlich sollen die Fischliebhaber ja wieder nach Pretzabruck kommen. Der Pretzabrucker Fischteller ist stets der große Renner. Neben Zanderfilet in Bierteig mundeten auch Karpfen gebacken oder Forelle gegrillt. Wie die Fische im lebenden Zustand aussehen, war am Eingang zum Festplatz im Aquarium zu sehen.

Die Pretzabrucker Kirchweih ist mittlerweile im gesamten Umkreis bekannt, das war schon an den Schriftzügen auf den Vereins-Shirts abzulesen. Viele Radler steuerten das idyllische Fleckchen Erde an. Seit vielen Jahren sind die Bodenwöhrer Stammgast. Am Nachmittag sorgte "Mr Six Volt " für die musikalische Unterhaltung. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.