Galásek kann sich ein erstes Bild von seinem Kader verschaffen - Bleibt Schneider?
SSV Jahn ein Härtetest

Bleibt Thomas Schneider der Impulsgeber im SpVgg-SV-Mittelfeld? Ob er weiter das schwarz-blaue Trikot überzieht, soll sich in den nächsten Tagen entscheiden. Bild: A. Schwarzmeier
Weiden. (af) Wenn die SpVgg SV Weiden am Sonntag um 17 Uhr ihr erstes Testspiel gegen den SSV Jahn Regensburg absolviert, wird einiges anders sein als vorher. Die knapp vierjährige Ära von Christian Stadler ist zu Ende. An seiner Stelle wird mit Tomás Galásek ein Ex-Profi und ehemaliger tschechischer Nationalspieler auf der Trainerbank Platz nehmen. Eine Zeitenwende? Vielleicht zu hoch gegriffen. Aber einen zukunftsweisenden Einschnitt für die Arbeit am Weidener Wasserwerk bedeutet die Personalie allemal.

Der 42-jährige Galásek machte sich am Freitag erstmals vor Ort mit seiner künftigen Wirkungsstätte vertraut. Er traf Mittag in der Max-Reger-Stadt ein, informierte sich über Vereinsstrukturen, führte Gespräche mit den Verantwortlichen. Um 19 Uhr stand auf der Realschulsportanlage die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Eine kurze Ansprache an die Spieler, Konditionsübungen, Passspiel - das war's.

Riester und Wendl fehlen

Mehr Aufschlüsse über seinen Kader wird Galásek am Sonntag sammeln können. Der Einstieg gegen Drittligaabsteiger SSV Jahn ist ein echter Härtetest. "Ziel wird es sein, so viele Spieler wie möglich einzusetzen, damit sich unser neuer Trainer ein genaues Bild machen kann", kündigt Sportlicher Leiter Thomas Binner. Er hofft, dass für die in den Bayernligakader aufgerückten A-Junioren rechtzeitig die Spielgenehmigung eintrifft. Zwei seiner Spieler wird Galásek nicht begutachten können. Michael Riester fehlt urlaubsbedingt, Nachwuchstalent Marco Kießling hat sich im Training das Knie geprellt und wird vorsichtshalber pausieren.

Nicht nur für die Weidener bedeutet der Test eine Standortüberprüfung. Auch der SSV Jahn ist vor wenigen Tagen erst in die Vorbereitung eingestiegen und stellt sich im Sparda-Bank-Stadion seiner ersten Testspielaufgabe. Trainer Christian Brand hat beim Trainingsauftakt schon mal die Saisonziele umschrieben. "Wir wollen die Leute begeistern, im neuen Stadion eine Euphorie entfachen und in der Regionalliga oben mitspielen."

Dieses Vorhaben könnte gelingen. Wichtige Leistungsträger wie Sebastian Nachreiner, Oliver Hein oder Thomas Kurz hat der SSV Jahn gehalten. Zudem haben sich mit Towart Philipp Pentke, Markus Ziereis (beide vom Chemnitzer FC), Thomas Paulus (Erzgebirge Aue) und Daniel Schöpf (SC Wiener Neustadt) vielversprechende Neuzugänge den Domstädtern angeschlossen. Auch Sven Kopp blieb den Rot-Weißen treu. Für den letzte Saison von der Naab an die Donau gewechselten Ex-Weidener soll die Partie am Sonntag ein verspätetes Abschiedsspiel sein.

Chance für die Jugend

Am Wasserwerk ist dagegen offen, wie sich die weiteren Personalplanungen entwickeln. "Wir halten Augen und Ohren offen. Aber wir sind nicht mit aller Macht auf der Suche nach Verstärkungen", meint Thomas Binner. Er verweist auf die Vereinsphilosophie: "Wir wollen den Jugendspielern eine Chance geben. Ich bin sicher, dass sich der eine oder andere durchsetzen wird."

Zweifellos von strategischer Bedeutung ist, ob Thomas Schneider weiter das schwarz-blaue Trikot überziehen wird. Der Mittelfeldmotor will sich in den nächsten Tagen entscheiden. "Wir wissen, was wir an Thomas haben. Er weiß aber auch, was er an der SpVgg SV hat", beschreibt Binner den hohen Stellenwert von Thomas Schneider im Verein. "Ich bin absolut positiv gestimmt, dass er bei uns bleibt."
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