Ganz nah am Zentrum wohnen

Nachdem die Altstadtsanierung weitgehend abgeschlossen ist, soll jetzt eine Planung für die Obere und Untere Vorstadt auf den Weg gebracht werden. Bei der Ausschreibung geht die Verwaltung dieses Mal ganz neue Wege.

Der Stadtrat beschloss am Mittwoch eine Ausschreibung als Architektenwettbewerb. Vorher müsse ein Büro ausgewählt werden, das den Wettbewerb betreut. Mehrere in Frage kommende Büros soll der Bau- Verkehrs-, und Umweltausschuss prüfen informierte Bürgermeister Joachim Neuß,

Gemeinsam planen

Dr. Edmund Goß (SPD) bat darum, die soziale Vorstadt, die schon einmal auf der Agenda stand, in die Planungen mit einzubeziehen. Bürgermeister Neuß bestätigte dies. Herbert Appl (CSU) erklärte, dass sowohl Obere als auch Untere Vorstadt gemeinsam überplant werden, um ein einheitliches Bild zu bekommen. Auch dies soll gewährleistet werden.

Durchgeatmet hat die Verwaltung bei der Bodenuntersuchung des Festplatzes, bei der kein Sondermüll gefunden wurde. So steht der Planung für ein Baugebiet nichts mehr im Wege. Die SPD-Fraktion freute sich, dass ihr Vorschlag aus dem Wahlprogramm so zügig umgesetzt werde, sagte Sprecher Dr. Edmund Goß. Er schlug vor, neben der Zentrumsnähe für Einfamilienhäuser auch die Möglichkeit von generationsübergreifendem Wohnen zu prüfen. Herbert Appl (CSU) legte Wert darauf, vom Franz-Josef-Strauß-Platz zu sprechen, nicht vom Festplatz. "So heißt er nämlich!" Er erklärte, dass in seiner Fraktion das Thema kontrovers diskutiert worden sei. "Wer weiß, wann man den Platz wieder für etwas anderes braucht? Etwa für einen Discounter?" Auch Frage er sich, was mit dem angrenzenden Skaterpark geschehe. "Und was ist mit den Parkplätzen am Schützenheim 1890?" Neuß erklärte zum Skaterpark: "Eine Eingliederung ist ebenso möglich wie eine Verlegung."

Nicht geeignet

Zu möglichen Discountern sagte Neuß, dass sich die Verwaltung jährlich vier bis fünf mal mit Projektentwicklern unterhalte, die allesamt den Festplatz für Geschäftsniederlassungen nicht geeignet hielten. Holger Eckert von den Freien Wählern erklärte, die Bauplätze am Dornbach seien ausgereizt, und eine Alternative wäre notwendig. Bernd Scheller von den Grünen freute sich über die Pläne der Stadt. Er bat, die Umweltgesichtspunkte bei der Planung zu prüfen und schlug eine energieautarke Siedlung vor.
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