Ganze Schublade voll Arbeit

Sein erstes Amtsjahr als Bürgermeister ging Heinz Lorenz kraftvoll an. Zwei wichtige Dinge brachte er auf den Weg: das Gewerbegebiet Ost/Zweifelau und das Bebauungsgebiet Steinäcker. Beides musste er auf einen Neuanfang zurückschrauben.

Immenreuth. (bkr) Die Übernahme der Verantwortung für die Fortentwicklung der Gemeinde machte den heute 40-Jährigen keine Probleme. Schließlich war er als Kämmerer mit allen Angelegenheiten im Rathaus vertraut. "Ich war in sämtliche Vorgänge eingeweiht und habe alle Sachvorgänge komplett bearbeitet", sagt Heinz Lorenz.

Allerdings, die Öffentlichkeitsarbeit war ein für ihn noch unbekanntes Terrain. Die Jahreshauptversammlungen der Vereine, Geburtstage, Ehejubiläen und so weiter bescherten ihn plötzlich eine Flut von Terminen. Die Vereine wünschten seine Mitgliedschaft, und dazu war er noch Vorsitzender des Bayernstammtisches. Dieses Amt übernahm er auch beim Sportverein.

Aufgaben verteilen

"Die Vereinsarbeit belastet mich wenig", wimmelt der auf die Frage, ob dies nicht zu viel werde, ab. Schließlich war er beim Sportverein zuvor schon Kassier und verteilte die Arbeit auf mehrere Schultern. Bei den Bayernfans übernahm sein Stellvertreter Julian Heindl viel Verantwortung.

Dieses ehrenamtliche Engagement genießt bei Heinz Lorenz einen hohen Stellenwert. "Funktionierende Vereine bereichern das Gemeindeleben", weiß er. Daher will der 40-Jährige dafür sorgen, dass dies so auch bleibt. Ihre Gemeinsamkeit und den Zusammenhalt unterstreichen die Immenreuther Organisationen beim diesjährigen Bürgerfest. Heinz Lorenz hat es nach über 30 Jahren wieder angestoßen. "Ich bin überwältigend von der Resonanz", begeistert er sich.

Neben der Vereinsarbeit allerdings gibt es zwei Dinge, die für die Zukunft der Kommune noch wichtiger sind: Steinäcker und Gewerbegebiet. "Beim Baugebiet Steinäcker musste ich komplett von vorne anfangen", berichtet der Rathauschef. Das Startzeichen gab er gleich nach seinem Amtsantritt 2014. Dem nun begonnenen ersten Bauabschnitt folgt der noch wichtigere zweite. Die Ausschreibung dazu soll im Januar 2016 erfolgen.

In der Sackgasse steckten bei seiner Amtsübernahme die Planungen für das Gewerbegebiet Ost/Zweifelau. Die vorliegenden Planungen mussten verworfen werden, bedauerte Lorenz. Eine komplette Neuaufstellung wurde erforderlich. Dank der engen Zusammenarbeit mit allen Betroffenen verläuft der erste Beteiligungsschritt sehr gut. Nur einzelne Einwendungen liegen vor. Sie geben Hoffnung, dass in diesem Jahr noch die Rechtskraft des Bebauungsplans Gewerbegebiet Zweifelau/Ost erreicht werden kann.

Die Verwaltung und den Bauhof krempelte Heinz Lorenz um. Sehr positiv bewertet er die Entscheidung des Gemeinderats zum Eintritt in die Steinwaldallianz. Dies sei eine Möglichkeit, um bei bestimmten Projekten überhaupt an einen Fördertopf zu kommen. Den Straßenausbau von Ahornberg auf den Poppenberg und von Plößberg nach Günzlas führt er an, ebenso das interkommunale Radwegenetz. Hier steht ein Radweg von der Gabellohe nach Berndorf im Raum.

Sparen durch Kooperation

Insgesamt sieht Heinz Lorenz die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden als ganz wichtigen Punkt an. Bei Beschaffungen klappe es mit Kulmain schon sehr gut, freut er sich. "Das wirkt sich auch auf die Zusammenarbeit beim Naturerlebnisbad aus", erklärt der Bürgermeister, der zugleich Geschäftsführer der Einrichtung ist. Um Geld einzusparen, führten die Bauhöfe anstehende Maßnahmen gemeinsam aus. Ein umfangreicher Arbeitsplan in diesem Jahr unterstreicht dies.

Dem attraktiven Naturerlebnisbad will Heinz Lorenz einen freundlichen Ort mit mehr Grün und bunten Blumen gegenüberstellen. Blumenschmuck, Pflanztröge sollen etwas fürs Auge tun. "Die Arbeiten gehen nicht aus", ist sich Heinz Lorenz sicher. Wasserversorgung, Kanal, eine verträgliche Straßensanierung, einen Dorfmittelpunkt schaffen, die Rathaussanierung, die Mülldeponie und die Seniorenarbeit liegen bei ihm griffbereit als Programme in der Schublade.
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