Gebet zum Herrgott für Anja

Gut 200 Zuhörer erlebten am Sonntag ein eindrucksvolles Benefizkonzert in der katholischen Stadtpfarrkirche unter dem Motto "Wir singen für Anja", das der Vohenstraußer Polizeichef Martin Zehent mit dem Verein "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit" initiiert hatte. Alle Akteure verzichteten auf eine Gage. Bei der Veranstaltung kamen insgesamt 6900 Euro für die Typisierungsaktion zusammen. Bild: dob

Die Spendenbereitschaft für die an Leukämie erkrankte Anja Spitzner ist ungebrochen. Das Konzert "Wir singen für Anja" brachte 3250 Euro und noch weitere Spenden.

Vohenstrauß. (dob) Eingeladen in die katholische Stadtpfarrkirche hatten am Sonntag die Polizeiinspektion mit Erstem Polizeihauptkommissar Martin Zehent und der Verein "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit". Über 200 Besucher kamen.

"Ein Lied bringt Harmonie, ein Lied weckt Sympathie. Ein Lied, das ist ein Klang, der Brücken bauen kann. Ein Lied hat Macht, besteht, selbst wenn die Erde bebt. Ein Lied, ist ein Gebet, das durch die Seele weht." Diese Liedzeilen des Polizeichores aus Weiden unter Leitung von Joseph Frischholz standen für die schlimme Erkrankung der jungen Polizistin. Das Leben eines Menschen verlaufe erfahrungsgemäß nicht immer nach persönlichen Plänen und Wunschvorstellungen, sagte der Inspektionsleiter einleitend. "Vielleicht kann unser Singen auch ein Gebet zum Herrgott für Anja sein", hoffte Zehent.

Eine von Alexander Völkl aus Pleystein gefühlvoll gespielte "Musikalische Skizze" auf der Kubak-Orgel leitete das gut einstündige Konzert ein. Neben dem Polizeichor stellten sich der AOK-Chor Weiden unter Leitung von Thomas Knöbl, der TV-Chor Vohenstrauß und der Männergesangverein Pleystein, beide unter Leitung von Alexander Völkl, in den Dienst der Mithilfe.

Die wunderbar dargebrachten Werke mündeten in der Hymne "Jerusalem - Hosanna in der Höhe, gelobt sei Gott dem Herrn" des MGV Pleystein, das mit Solist Holger Scheufler bei den Zuhörern Gänsehautgefühl erzeugte.

Eigentlich wollte Zehent das Konzert via Internet zu Anja Spitzner nach Hause übertragen. Leider liegt sie aber schon wieder in der Klinik. In einem Gespräch einige Tage zuvor habe er erfahren, wie viel Kraft und Mut die Erkrankte aus den unterschiedlichen Aktionen schöpfe, erzählte Zehent.

Der Männergesangverein Pleystein übergab schließlich 300 Euro für die Typisierungsaktion, 500 Euro hatte Michael Schmid von der Bereitschaftspolizei Nabburg mitgebracht. Außerdem kamen 500 Euro von der Kirchenverwaltung Burkhardsrieth. Bereits vor dem Konzert hatten Ministranten der Seelsorgeeinheit 1350 Euro in der Sakristei abgegeben. 1000 Euro steuerte die KLJB Oberlind bei.
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