Gebühren im Landkreis steigen erstmals wieder seit acht Jahren - Änderung der Geschäftsordnung
Müllabfuhr immer noch günstig

Neustadt/WN. (ms) Erstmals seit 2006 wird die Müllabfuhr im Landkreis teurer. Einstimmig hat der Kreistag eine "moderate Erhöhung der Gebühren für ein Entsorgungssystem de luxe" mit Sperrmüllabfuhr und Sondermüllsammlung, wie CSU-Fraktionssprecher Stephan Oetzinger feststellte, abgesegnet.

Die neue Regelung gilt bis 2017. Das Plus beträgt je nach Tonnengröße zwischen 9,2 und 15 Prozent. Neustadt hat damit bayernweit immer noch mit die günstigsten Sätze. Sachgebietsleiterin Michaela Harrer begründete, warum die unpopuläre Maßnahme notwendig ist. Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) habe das Entsorgungsentgelt von 96 auf 115 Euro angehoben. Das bringe dem Landkreis jährlich Mehrkosten von über einer Viertelmillion Euro. Harrer machte die Kreisräte schon jetzt darauf aufmerksam, dass für den nächsten Kalkulationszeitraum 2018 bis 2020 eine weitere Erhöhung folgen werde.

Ab 1. Januar kostet die 60-Liter-Tonne halbjährlich 30 Euro statt bisher 27,48 Euro. Eigenkompostierer zahlen 25,80 statt 22,44 Euro. Für die 80-Liter-Tonne fallen 40,02 Euro an (bisher 36,60 Euro). Kompostierer: 34,38 statt 29,94 Euro. 120-Liter-Tonne: 60 statt 54,96 Euro und 51,54 statt 44,94 Euro für Kompostierer. Für die 1100-Liter-Tonne werden 549,96 Euro (503,58 Euro) verlangt. Kompostierer: 472,56 statt 411,72 Euro. 70-Liter-Restmüllsack: künftig 2,80 statt 2,60 Euro (plus 7,7 Prozent).

Unverändert bleibt der Gebührensatz bei der Anlieferung von Asbestzementabfällen wie Eternitplatten auf der Deponie Kalkhäusl. Pro Tonne fallen 125 Euro an. Wegen der unterschiedlichen Abrechnungsvarianten bei der Deponie Steinmühle erfolgt bei Mineralwolle-Abfällen (Glas- oder Steinwolle) die Abrechnung nach Kubikmeter. Je Tonne müssen 125 Euro berappt werden.

Nur Formsache war die Änderung der Geschäftsordnung für Kreistag, Kreisausschuss und weitere Ausschüsse. Hintergrund: Die Vergabe des Sozial-, Umwelt und Kulturpreises kann künftig der entsprechende Ausschuss beschließen. Bisher durfte er nur eine Empfehlung abgeben.
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