Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Winklarn und Haag mahnen zum Frieden
Wege der Gewalt und des Hasses

"Viele verlassen Gottes Pfade und gehen Wege der Gewalt und des Hasses, wie uns die Geschehnisse in Paris gezeigt haben. Aber auch die täglichen Nachrichten konfrontieren uns regelmäßig mit dieser Thematik." Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Eugen Wismeth seine Predigt zum Volkstrauertag.

Bürgermeisterin Sonja Meier mahnte an die Millionen Opfer des letzten Krieges, der in jeder Minute 17 Menschenleben während seiner Dauer von sechs Jahren forderte. "Obwohl die unmittelbaren Zeitzeugen immer weniger werden, ist es doch wichtig, dass die Erinnerungen an die Kriege weitergegeben werden. Blutige Kämpfe, massenhafte Vernichtung unschuldiger Menschen durch diktatorische Systeme oder das Schicksal der Vertriebenen - dies darf nicht in Vergessenheit geraten." Im Namen der Gemeinde Winklarn legte sie einen Kranz für die Kriegsopfer nieder und bedankte sich bei Pfarrer Eugen Wismeth für die Zelebration des Gottesdienstes und beim Kirchenchor Winklarn für die festliche Umrahmung. Ihr weiterer Dank galt der Blaskapelle Kunschir für die musikalische Begleitung und den Ortsvereinen mit Fahnenabordnungen für deren Präsenz und die Mahnwache. "Seit 1952 begehen wir den Volkstrauertag, an dem wir allen Opfern von Krieg und Gewalt gedenken. Dieser Tag soll uns aber auch nachdenken lassen, wie wir heute auf Krieg und Gewaltszenarien reagieren."

Diese eindringlichen Worte richtete Bürgermeisterin Sonja Meier an die Besucher des Volkstrauertages in Haag (und stellvertretend für Muschenried). Zwar sei das Ende des Zweiten Weltkrieges nunmehr 70 Jahre her, doch Kriege, Bürgerkriege, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und Mord geschehen weltweit.

"Mit dem Blick auf die aktuellen Geschehnisse in Paris sind wir alle überfordert und es ist schwer die Hoffnung auf eine Völkerversöhnung und den Frieden in der Welt nicht aufzugeben", so Meier. Im Namen der Gemeinde Winklarn legte sie als Zeichen der Ehrerweisung einen Kranz für die Opfer der Kriege nieder und die Blaskapelle Kunschir spielte das Lied vom guten Kameraden.
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