Gedichte und Gedanken von Gerhild Pröls: Lesung im Bürgersaal
Mit ganz persönlicher Note

Der ehemalige Stadtpfarrer Dr. Xavier Parambi (links) freute sich mit den Akteuren der Lesung über einen gelungenen Abend. Im Bild von links Hans Gruber, Bürgermeister Richard Tischler, Elfi und Winfried Bühner, Josef Pröls, Dr. Richard Bugl sen., Pfarrerin Irene Friedrich, Waltraud Gebhard, Renate Most, Arnold Kimmerl, Marc Hohl, Stadtpfarrer Pater Georg und Wolfgang Mages. Bild: sus
Pfreimd. (sus) "Ein intimer Einblick in ihr Herz, so wie sie die Welt gesehen hat", kündigte Bürgermeister Richard Tischler den 80 Zuhörern Gedichte von Gerhild Pröls an. Sieben Sprecher trugen im Bürgersaal eine kleine Auswahl der Gedichte der Verstorbenen vor. Ihr Mann Josef Pröls hat sie als Buch herausgegeben. Die Stadtbücherei präsentierte das Werk ihrer langjährigen Märchenerzählerin.

Lyrischer Nachlass

Mit dem Tod von Gerhild Pröls im Dezember 2014 wusste ihr Ehemann Josef noch nicht, was der lyrische Nachlass seiner Frau barg. Nach und nach arbeitete er ihn auf, wählte aus, gestaltete und stellte am Donnerstag den entstandenen Gedichtband einem breiten Publikum vor. "Die Natur, der Mensch und das Göttliche - das christliche Verständnis, all das vereint Gerhild Pröls in ihren Gedichten", fasste der stellvertretende Landrat und Altbürgermeister Arnold Kimmerl den Abend treffend zusammen.

Bildlich steht der vor Frost und Schnee in der Sonne glitzernde "Schierlingsstrauch" dem Publikum vor Augen. Einblicke in ihre Familie gewährte Gerhild Pröls beispielsweise mit Zeilen zum "Vatertag 1984". Deutlich kommt in ihren Gedichten auch ihr christlicher Glaube zur Geltung. Ihre "Gedanken zum Karfreitag" spannen den Bogen aus der biblischen Geschichte in die Gegenwart.

Der langjährigen Märchenerzählerin Gerhild Pröls lagen besonders die Kinder am Herzen. Sie gestaltete eigene Kindergottesdienste und erzählte 15 Jahre lang in der Stadtbücherei Märchen. Nicht zuletzt dafür hatte ihr der Stadtrat den Ehrenteller verliehen. Bürgermeister Richard Tischler hatte in seiner Begrüßungsrede eine kleine Anekdote aus seiner Kindheit mit den Söhnen von Gerhild Pröls parat. Elfi und Winfried Bühner, Dr. Richard Bugl sen., Pfarrerin Irene Friedrich, Waldtraud Gebhard, Hans Gruber sowie Renate Most trugen die sehr persönlichen Gedichte vor. Die sieben Sprecher gaben den Gedichten ihre eigene Note und spiegelten so die vielen Facetten in Gerhild Pröls Schaffen wider.

Zeit zum Innehalten

Marco Hohl (Gitarre) und Wolfgang Mages (Flöte) verschafften den Zuhörern immer wieder Zeit zum Nachwirken des Vorgetragenen. Den Abschluss machten - sicher im Sinne der Verstorbenen - Pfarrerin Irene Friedrich und Pfarrer Pater Georg Parampilthadathil mit einem ökumenischen Schlusssegen. Der Gedichtband "Ein Blättchen rührt sich leis" ist im Eigenverlag erschienen und unter anderem in der Stadtbücherei erhältlich.
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