Geduld bis Ende Oktober

Am Mittwoch erhielt das 900 Meter lange Teilstück für den vierspurigen Ausbau die Asphaltdecke. Es wird Ende Oktober werden, bis die Baumaschinen auf der B 85 bei Pittersberg verschwinden. Bild: Steinbacher

Die Autofahrer müssen sich noch ein paar Wochen gedulden: Bis die Bundesstraße 85 bei Pittersberg wieder in beide Richtungen freigegeben werden kann, kann es Ende Oktober werden.

Auf der Baustelle an der Einmündung der Kreisstraße Richtung Freihöls herrscht hektischer Betrieb. Die Fräsmaschinen haben sich tief in die Deckschicht des vielbefahrenen Knotenpunkts eingegraben. In der nächsten Woche soll auf dem Kreuzungsbereich neuer Asphalt ausgewalzt werden. "Wenn das Wetter mitspielt, werden wir planmäßig fertig", erklärt der für das Projekt zuständige Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt.

Im Winter fallen die Bäume

Planmäßig, das wäre spätestens bis Ende Oktober. Mittlerweile sind drei Monate vergangen, seit der Hauptverbindungsweg zwischen Amberg und Schwandorf halbseitig gesperrt ist. Wer nach Schwandorf fahren will, wird über Knölling und Dürnsricht nach Schwarzenfeld auf die Autobahn A 93 geleitet. In Richtung Amberg ist die B 85 wie bisher befahrbar - allerdings nur halbseitig und temporeduziert. In der Zwischenzeit hat sich auf der Baustelle einiges getan: Die rund 5,2 Kilometer lange Strecke zwischen der Einmündung der Kreisstraße nach Freihöls und Kreith hat einen neuen Belag aus Flüsterasphalt erhalten. Fehlen nur noch Teile des Banketts und die Markierungen. Laut Noll haben die Arbeiter rund 56 000 Quadratmeter an Straßenfläche abgefräst. Die neue Deckschicht aus "Splittmastixasphalt" trage zu einer deutlichen Verringerung der Lärmemissionen bei.

Die ersten 900 Meter des geplanten vierspurigen Ausbaus Richtung Schafhof sind auf dem gleichen Stand. Die Fertigstellung der autobahnähnlichen Fahrbahn auf der gesamten Länge zwischen Pittersberg und dem Industriegebiet in der Gemeinde Ebermannsdorf ist für das nächste Jahr vorgesehen.

"Es besteht bereits Baurecht", erläutert Noll dazu. Die Bayerischen Staatsforsten würden die Wintermonate für die Rodungsarbeiten nutzen. "Wir bereiten das soweit vor, dass wir 2016 anfangen können zu bauen." Letztendlich hänge jedoch alles von der Freigabe der Gelder ab. "Wir hoffen, dass das hinhaut." Heuer hat die Finanzierung geklappt. Für die aktuellen Arbeiten stellte der Bund knapp über vier Millionen Euro zur Verfügung. Inbegriffen sind die Restarbeiten für den Anschluss der Kreisstraße 24 Richtung Freihöls.

40 große Bohrpfähle

Die für den "höhenfreien Knotenpunkt" erforderlichen Anschlussrampen waren bereits 2009 aufgeschüttet worden. Fünf Jahre lang hatten die Dämme Zeit, sich auf dem von Weichbraunkohle durchzogenen Untergrund zu setzen. Auch die 2014 fertiggestellte Brücke hatte extra stabilisiert werden müssen. Das Bauwerk ruht auf bis zu 40 Meter langen Großbohrpfählen.
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