Gegen "besserwisserische" Kritik

In guter Stimmung, aber auch mit einer kleinen Standpauke von Peter Dzierza (Sechster von links) trat die neue Vorstandschaft unter Bernhard Schreglmann (Dritter von links), Simon Deubzer und Roland Wittmann (Fünfter und Erster von rechts) ihr Amt an. Links zweiter Bürgermeister Franz Groß. Bild: bjp

Ohne größere Überraschungen verliefen die Neuwahlen in der Hauptversammlung der Spielvereinigung Trabitz. Doch Peter Dzierza schlug richtig auf die Pauke, die Standpauke. Er und der Vorstand kritisierten Vorwürfe der Mitglieder.

Trabitz. (bjp) Dass in der Leitungsarbeit Licht und Schatten nahe beieinanderliegen, belegte der Jahresrückblick des Vorstands, den Ehrenamtsbeuaftragter Dzierza vortrug. "Eine der häufigsten Formulierungen im Umgang mit uns lautet: 'Die Vorstandschaft muss ...'", vermerkte er nicht ohne eine Spur Sarkasmus. Er gab zu bedenken, dass der Leitungskreis ehrenamtlich immer mehr Freizeit für ein wachsendes Aufgabenpensum aufwende.

Verärgert waren Dzierza und seine Vorstandskollegen über das Echo auf die letztjährige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge: "Die Reaktion auf diese demokratisch gefasste und aus vielen Gründen unumgängliche Entscheidung überraschte uns sehr: Ein Aufschrei erfolgte, die Vorstandschaft musste schmerzliche persönliche Vorwürfe einstecken, und einige traten aus." Jenen, die die Vereinsverantwortlichen in mitunter "besserwisserisch" anmutender Weise als "seelische Punchingbälle" behandelten, legte Dzierza ans Herz: "Jeder, der sich weniger in die Vereinsarbeit einbringt als Betreuer und Vorstandschaft, sollte sich fragen, was er für den Verein tun kann - oder aber mal etwas schlucken, was vielleicht aus den genannten Gründen nicht optimal gelaufen ist."

Auch mal etwas schlucken

Befremdet zeigte sich Dzierza schließlich über Vorwürfe wegen des Verzichts der Spielvereinigung auf Startgebühren zur Fußball-Gemeindemeisterschaft: "Anderswo mag man es anders halten, doch sollte man unserer Meinung nach nicht nur ans Geldverdienen denken."

Nach den Wahlen behielten Kassier Josef Prunhuber, Schriftführer und Ehrenamtsbeauftragter Peter Dzierza und die Kassenprüfer Robert Hörl und Siegfried Kiefer ihre Ämter. Zum dritten Vorsitzenden wurde Roland Wittmann berufen. Er löst Erika Hierl ab, die dafür das Amt der Verantwortlichen für das Sportheimgelände übernahm. Als Organisationswartinnen fungieren Laura Rupprecht und Constanze Merkl.

Weitermachen heißt es auch für Fußball-Spartenleiter Arno Springer, dem Alexander Dobmann zur Seite steht, sowie für die Betreuerin der ersten Herrenmannschaft Daniela Hey, Jugendbetreuer Günter Schwindl und die Jugendtrainer Herbert Kiefer, Hermann Schreglmann und Josef Uschold.

Die Damenelf trainieren weiterhin Deubzer, Roland Wittmann, Markus Stümpfl und Fatih Demir, für die Tischtennisdamen bleibt Andrea Regler zuständig. Die Führungsriege vervollständigen die Beisitzer Herbert Dumler, Herbert Kiefer und Günter Wolf. "Macht eure Sache gut und zieht die anderen mit", wünschte zweiter Bürgermeister Franz Groß der "richtig starken Gemeinschaft", deren Wert nicht zuletzt darin liege, dass sie jungen Menschen Sozialkompetenz vermittele: "Hier lernen die Jugendlichen Kontroversen auszutragen und mit Siegen und Niederlagen umzugehen."
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