Gegen Bundesliga-Nachwuchs

Zum dritten Mal in Folge qualifizierten sich die C-Junioren der SpVgg SV Weiden für die bayerische Futsal-Meisterschaft, die am Samstag, 21. Februar, in Neusäß bei Augsburg stattfindet. "Im letzten Jahr mussten wir als Letzter kräftig Lehrgeld zahlen", erinnert sich Trainer Matthias Winter. Auch diesmal halten sich die Erwartungen in Grenzen.

Weiden. (kap) Der Oberpfälzer Bezirksmeister wurde in die Hammergruppe A gelost, in der er auf den Bundesliganachwuchs des TSV 1860 München, SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Nürnberg trifft. Der FC Königsbrunn und Eintracht Bamberg komplettieren die Gruppe. "Die Vorfreude ist riesig" gesteht Winter, der im Duo mit Alexander Kessler die schwarz-blauen Nachwuchskicker betreut. In diesem erlesenen Teilnehmerfeld könne seine Mannschaft enorm viel dazulernen. Es sei aufregend, gleich auf drei Bundesligamannschaften zu treffen. "Natürlich sind wir Außenseiter, reisen aber nicht als Kanonenfutter an. Wichtig ist es, dass die Mannschaft ihr Können und Potenzial abruft, um die Favoriten wenigstens zu ärgern." Auf eine Endplatzierung will sich Winter nicht festlegen, will aber gute Ergebnisse sehen.

Im Auftaktspiel um 10.15 Uhr trifft die Weidener Mannschaft auf den Ligakonkurrenten und Tabellenführer der Bayernliga Nord, FC Eintracht Bamberg. Gerne erinnert sich Winter an das Punktspiel, welches sein Team überraschend in Bamberg 2:0 gewann. "Aber das ist kein Vergleich", dämpft Winter die Erwartungen.

In der Gruppe B spielen: FC Ingolstadt 04, FC Augsburg, SC Fürstenfeldbruck, FC Dingolfing, FC Schweinfurt 05 und SK Lauf.

Verhaltene Zuversicht

Trotzdem herrscht beim Trainerduo verhaltene Zuversicht. "Wir haben bisher sechs Hallenturniere gespielt und sind immer mindestens ins Halbfinale eingezogen. Den dritten Bezirksmeistertitel in Folge haben wir nicht geschenkt bekommen. Auch hier mussten wir uns gegen starke Konkurrenz durchsetzen." Für Futsal bricht Winter eine Lanze. "Ich finde ihn gut, ist doch die Verletzungsgefahr viel geringer als beim herkömmlichen Hallenfußball."

Mit welchem Kader die Oberpfälzer anreisen ist noch ungewiss. Eigentlich besteht dieser aus einer optimalen Mischung von Technikern und robusten Akteuren. Aber letzte Woche erreichte auch sein Team die Grippewelle. Deshalb könnte der eine oder andere Spieler fehlen. Winter jedoch hofft, dass bis Samstag die Betroffenen wieder gesund werden.

Als Aufsteiger belegt die Mannschaft in der Bayernliga Nord mit dem neunten Rang einen Relegationsplatz. Zu Platz vier sind es jedoch lediglich fünf Zähler Rückstand. Nur langsam gewöhnte sich sein Team an das höhere Tempo und die robustere Gangart. Als Neuling bleibt Winter auf dem Boden. "Der Klassenerhalt in dieser extrem schwierigen und ausgeglichenen Liga wäre schon ein toller Erfolg. Ich hoffe, dass uns das Turnier Motivation und den nötigen Schub geben wird."
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