Gegen den vorschnellen Schnitt

Der Kirche St.Leonhard in Deindorf rücken die Bäume etwas nah. Der Bauausschuss sprach sich für einen partiellen Rückschnitt aus. Bilder.Völkl (2)

Umgesägt ist ein Baum schnell, gewachsen ist er in Jahrzehnten. Bevor der Bauausschuss grünes Licht für Wünsche aus der Bevölkerung gab, beurteilte er vor Ort die Situation.

Wernberg-Köblitz. (cv) Erste Station: Woppenhof. Albert Lindner von der Kirchenverwaltung bat die Gemeinde, doch die große Birke unmittelbar an der Ostseite der Friedhofsmauer zu entfernen. Der Baum steht 1,50 Meter von der Einfriedung entfernt auf Gemeindegrund. Die Wurzeln wachsen auch unter der Mauer. Mittelfristig seien Schäden vorprogrammiert. Die Untere Naturschutzbehörde kann noch keine erkennen, der Baum sei ortsprägend und schön gewachsen. Allerdings gebe es keine rechtliche Handhabe, die das Abschneiden des Baumes verhindern könnte. Der Bauausschuss entsprach dem Wunsch der Bürger, hatte nichts gegen eine Fällung einzuwenden.

Die Deindorfer Bürger befürchten, dass die Bäume an der Westseite der St.-Leonhard-Kirche die Bausubstanz schädigen können. Das Gremium kam überein, nur einzelne kleinere Äste, die in Richtung Kirche wachsen, zurückzuschneiden. Auch im Friedhof Neunaigen stört ein Baum. Grabbesitzer möchten, dass das Exemplar neben dem Friedhofskreuz entfernt wird. Helmut Ries fand eine salomonische Lösung: Die Entscheidung soll bis zur Dorferneuerung zurückgestellt werden. Dann können die Bürger entscheiden, ergänzte Andreas Kreis.

Vom Friedhof Wernberg führt ein versteckter Pfad zum Kalvarienberg. Aus der Bevölkerung kam der Hinweis, dass es keine Absturzsicherung und keinen weiterführenden Handlauf entlang des unmittelbar steil abfallenden Geländes gebe. Auch der Maschendrahtzaun sei stark beschädigt. Letzteres ist laut Bauausschuss Sache des Eigentümers. Was die Sicherung anbelangt, ist der berufsgenossenschaftliche Beratungsdienst der Ansicht, dass sie für die Kommune nicht zwingend notwendig ist. Folglich wird darauf verzichtet. Es wird auch keinen weiterführenden Handlauf geben.

Schaden noch in Grenzen

In Oberköblitz stoppte der Ausschuss im Einmündungsbereich der Feistelberger- in die Staatsstraße 2657. Wegen der Straßenschäden im Verbindungsbereich wird man sich mit dem staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach in Verbindung setzen. Allerdings sind die schadhaften Stellen nicht so ausgeprägt, dass akuter Handlungsbedarf bestehen würde.

Im Rathaus lag dann der Antrag auf Bau einer Tank- und Behälterreinigung in der Klaus-Conrad-Straße 18 im Industriegebiet vor. Die Kommune wird im Zuge des Bundesimissionsschutzverfahrens lediglich dazu gehört und hatte nichts gegen das Vorhaben einzuwenden.

Bei einer Begasung der Burgkapelle vor fünf Jahren wurde die Kunstausstattung beschädigt. Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit sind nun gemäß Urteil des Landgerichts Amberg die Schäden zu zwei Drittel vom Markt und zu einem Drittel von der gegnerischen Versicherung zu zahlen. Andreas Richter aus Regenstauf wird die Restaurierungsarbeiten für 35 290 Euro ausführen.

Nicht bezahlbar

Nicht weiter vertieft wurde ein Antrag, für Fußgänger die Gemeindeverbindungsstraße vom Ortsende Unterköblitz in Richtung Kettnitzmühle und weiter Richtung B 14 zu beleuchten. "Das können wir weder bezahlen noch unterhalten," so Butz.
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