Gegen Feuer und Insekten

Vereinsehrennadeln erhielten die langjährigen Mitglieder der Feuerwehr (von links): Stellvertretender Vorsitzender Markus Mayer, Vorsitzender Harald Birner, Anton Gleißner (40 Jahre), Thomas Heger (25 Jahre), Michael Wermuth (25 Jahre), Bürgermeister und Ehrenvorstand Franz Stahl, Franz Häring (40 Jahre) sowie der Stellvertretende Vorsitzender Paulus Mehler. Bild: hfz

Ein Rückgang kann durchaus ein Erfolg sein. Bei der Feuerwehr sind weniger Einsätze willkommen, zumal sie auch weniger Notlagen für die Bürger bedeuten. Freilich hat die Tirschenreuther Wehr immer noch die meisten Einsätze im Landkreis

Bei der Jahresversammlung der Feuerwehr wusste Harald Birner als Kommandant von insgesamt 147 Einsätzen. Den Rückgang von 30 Prozent führte Birner auf den Wegfall der mutwilligen Alarme von Brandmeldeanlagen zurück. Dennoch seien technische Probleme bei den Anlagen immer noch für 31 Prozent der Einsätze verantwortlich.

Fachlich kompetent

"Täglich setzen sich unsere Kameraden für andere Menschen ein, ohne Aufhebens zu machen um das, was sie tun", stellte der Kommandant heraus. Viele schwierige Einsätze würden fachlich kompetent erledigt. "Dies ist ein großer Verdienst unserer Ausbilder in allen Fachbereichen", betonte Birner in seinem Bericht. Derzeit leisten 50 Kameraden aktiven Feuerwehrdienst. Die Gesamtzahl von 147 Einsätze bedeutet, dass alle 2,5 Tage oder genauer alle 59 Stunden ein Einsatz abzuarbeiten war. Fast die Hälfte (71) der Fälle machen dabei technische Hilfeleistungen aus. In der Bilanz folgen dann 56 Brandeinsätze und 20 "sonstige Tätigkeiten". Gefordert waren die Helfer unter anderem bei Türöffnungen, der Beseitigung von Bäumen auf der Fahrbahn, Wasserschäden, zur Insektenbeseitigungen bei der Tierrettung und natürlich bei Bränden in Wohnungen und Häusern. Bei den Einsätzen waren die Helfer 1602,53 Stunden im Einsatz.

Neben den Einsätzen seien 28 Ausbildungsveranstaltungen (Übungen an technischen Geräten, Unterrichte, Übungen Staffel, Gruppe und Objekt und Lehrgänge) abgehalten worden. Der durchschnittliche Übungsbesuch liegt laut Birner bei 31 Feuerwehrdienstleistenden. Besonders freute den Kommandanten, dass im vergangenen Jahr trotz der vielen Einsätze keine Personenschäden und Unfälle bei den Feuerwehrkameraden zu verzeichnen waren.

Wanderung und Zeltlager

Jugendwart Marcel Schenkl gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Jugendgruppe, die zurzeit 18 Mitglieder im Alter von 12 bis 17 Jahren zählt. Insgesamt waren im abgelaufenen Jahr 50 Pflichttermine wahrzunehmen. Diese Termine bestanden, neben der allgemeinen Jugendarbeit, aus 20 Übungen und 10 Unterrichten. Zum Programm der jungen Leute gehören aber auch die Winternachtwanderung, Spieleabende, Wanderungen oder ein Zeltlager.

Als Leiter der Schülergruppe berichtete Thomas Sladky von den Aktivitäten der neun Mitglieder. In Gruppenstunden würde versucht, den Löschzwerge spielerisch die Aufgaben der Feuerwehr näher zu bringen. Natürlich dürfe auch der Spaß nicht zu kurz kommen, schilderte Sladky die Arbeit mit dem Feuerwehr-Nachwuchs. Bei der Versammlung wurden drei Mitglieder der Jugendgruppe nach dem Erreichen des 18.Lebensjahres in die aktive Mannschaft übernommen: Peter Trottmann, Nico Blei und Eric Feszter. Kommandant Birner wünschte weiterhin viel Freude und Erfolg in der Feuerwehr und überreichte die Ärmelstreifen eines Feuerwehrmannes.

Dank an Familien

Birner vergaß bei dem Treffen nicht, allen Feuerwehrkameraden für ihren geleisteten Dienst zu danken. Ein besonderer Dank galt der Stadt Tirschenreuth für die Bereitstellung der entsprechenden Mittel, um einen wirkungsvollen Feuerschutz im Ort zu gewährleisten. Birner stellte weiter die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, dem BRK, den Beschäftigten der integrierten Leitstelle (ILS) in Weiden, den Feuerwehrführungskräften des Landkreises und dem Landratsamt heraus. Der Kommandant dankte auch allen Spendern und Gönnern. Nicht zuletzt wollte Birner ein Dank an die Familien der Feuerwehrleute richten, für ihr Verständnis für die Einsätze.
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