Gegen Klischees kämpfen

Die Ausbildungsmesse belegte auch das steigende Interesse an einer Ausbildung in handwerklichen Betrieben. "Wir haben den Ehrgeiz, manche falsche Vorstellung von dem zu korrigieren, was ein Unternehmen wie das unsrige bietet": Mit dieser Aussage stand Personalreferentin Anna Meindl von den Kemnather Ponnath-Meistermetzgern nicht allein.

Auch beim Bauunternehmen Markgraf und bei anderen Handwerksbetrieben strebt man einen Imagewandel an: mit Ausbildungsangeboten für Kaufleute, Bürofachkräfte, Informatiker oder Techniker und mit Verweis auf die durch den technischen Fortschritt erleichterte Handwerksarbeit.

"Mitunter heißt es noch, Friseurlehrlinge bekämen zwei Jahre lang kaum mehr zu tun, als den Fußboden zu kehren", ärgert sich Silke Pravida von "Haarmania" Pressath: "Dabei werden die Auszubildenden schon in der sechswöchigen Intensiv-Vorabschulung an einer Friseurakademie an Aufgaben wie Haareschneiden und Wimpernentfernen herangeführt." Schwer haben es auch die Pflegeberufe.

Die Aussicht auf eine krisensichere und menschlich beglückende Aufgabe vermag bei allzu vielen Berufseinsteigern die hohen physischen und psychischen Anforderungen und die vergleichsweise mäßige Entlohnung nicht aufzuwiegen. (bjp)
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