Gegen Landshut

CSU-Ortsvorsitzender Günter Kopp (links) hieß Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (rechts) willkommen, der leidenschaftlich die aktuellen Probleme mit den Besuchern diskutierte. Bild: sat

Für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht vermutet aber, dass die vom Netzbetreiber Amprion vorgeschlagene Trasse der Gleichstromtrasse durch den Steinwald und das Fichtelgebirge "so nicht kommt".

Dies schrieb der Politiker beim Bürgergespräch des CSU-Ortsverbandes in der Schutzhütte "dem engagierte Eintreten der Bürgerinitiativen in Kulmain und Steinwald" zu. Faktisch sprächen alle Gründe gegen eine Streckenführung nach Landshut. Die Stadt sei wegen der geplanten Priorisierung der Bestandstrassen als Endstation ins Gespräch gebracht worden.

Diese müsse aber Gundremmingen bleiben. Dort bestehe bereits ein größerer Energieknotenpunkt, auch liege dort ein höherer Bedarf vor. Wenn 2025 das dortige Kernkraftwerk vom Netz gehe, stehe die bestehende Infrastruktur zur Stromeinspeisung zur Verfügung. Albert Gößner forderte, die Energieversorgung auf neue Beine zu stellen. "Es müssen die alternativen Energiequellen mehr genutzt und die bestehenden Leitungen eingebunden und wenn nötig zur Erweiterung kommen." Die Anwesenden fragten nach, ob eine Prüfung bezüglich des Bedarfs neuer Leitungen erfolgte.

Weiteres Thema war die Flüchtlingswelle, die Deutschland vor große Herausforderungen stellt. "Über 60 Millionen Menschen sind aktuell auf der Flucht vor Krieg und Not.", berichtete Rupprecht. Er listete einige Punkte auf, unter anderem die Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten, um die Herausforderungen in Griff zu bekommen. Wichtig sei aber auch, diejenigen, die einen berechtigten Anspruch auf Asyl haben, bestmöglich zu integrieren sowie ihnen Sprachkurse und baldigst Arbeits- sowie Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten.

Ein letzter Punkt war die Griechenlandproblematik, welche durch die aktuellen Entwicklungen etwas aus dem Fokus geraten ist. Rupprecht erklärte, warum er gegen das dritte Griechenlandpaket im Bundestag gestimmt habe. JU-Ortsvorsitzender Jonathan Scharf sprach sich gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen TTiP aus. "Wir bekommen zum Beispiel Lebensmittelstandards aufgezwungen, die wir nicht wollen." Rupprecht entgegnete, dass durch das Abkommen und die Öffnung des Welthandels für ärmere Länder die Möglichkeit bestehe, die Armut dramatisch zu senken. Ziel sei aber, durch klare Verhandlungen "unsere hohen Standards bei der Lebensmittelqualität sowie bei den Arbeitnehmerrechten" zu erhalten.
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