"Gehen von der Oberliga aus"

Christian Meiler blickt noch etwas skeptisch, weil der Erhalt der Oberliga Süd noch nicht sicher ist. Der Ex-Goalie der Blue Devils ist seit 1. April als Teammanager für die erste Mannschaft zuständig. Bild: Gebert

Ex-Goalie Christian Meiler ist zurück bei den Blue Devils. Seit 1. April ist er als Teammanager für die sportlichen Belange rund um die erste Mannschaft zuständig. In einem Interview gibt er einen ersten Einblick in seine neue Aufgabe.

Herr Meiler, Sie waren schon von 2009 bis 2012 im damaligen Funktionsteam in einer ähnlicher Position für den 1. EV Weiden tätig. Wie kam es jetzt zur Rückkehr?

Christian Meiler: Der Kontakt zu den Verantwortlichen der Blue Devils Weiden ist nie ganz abgerissen. Ich verfolgte ja auch zumeist die Heimspiele im Stadion. Nach Gesprächen mit dem ersten Vorsitzenden Thomas Siller und Hauptsponsor Tobias Schieder war schnell zu erkennen, dass die gemeinsame Zusammenarbeit wieder möglich sei. Die in der Vergangenheit unklaren Kompetenzen im Funktionsteam wurden angesprochen und für die künftige Zusammenarbeit klar geregelt.

Definieren Sie kurz Ihren Aufgabenbereich.

Meiler: Ich werde das Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Vorstand sein. Das Zusammenstellen der Mannschaft wird in enger Zusammenarbeit mit Vorstand und Trainer erfolgen. Während der Saison werde ich als direkter Ansprechpartner für alle Geschehnisse um die erste Mannschaft zuständig sein. Der Spiel- und Trainingsbetrieb einer Mannschaft, der wie hier in Weiden unter möglichst professionellen Bedingungen geführt wird, bedarf einer Vielzahl an täglichen Aufgaben. Zudem gibt es auch oft die eine oder andere Stellschraube zu bewegen.

Laufen die Planungen zweigleisig? Oder geht man beim 1. EV Weiden fest vom Oberliga-Verbleib aus?

Meiler: Es ist ein Mix daraus! Wir gehen von der Oberliga aus und genau auf das hin werden jetzt auch die Gespräche mit potenziellen Spielern geführt. Auch das Vorbereitungsprogramm muss mit der Zugehörigkeit zur Oberliga geplant werden. Sollte der Fall Bayernliga eintreten, sind andere Kriterien entscheidend und wir müssten der Mannschaft ein anderes Gesicht geben. Aber auch in der Bayernliga, was wir natürlich nicht hoffen, benötigt man, um erfolgreich zu sein, ein starkes Team.

Trainer Fred Carroll hat ja eine Klausel im Vertrag, dass sich die Zusammenarbeit im Falle des Klassenerhalts automatisch verlängert. Es gibt auch Spieler, die vor Jahresfrist für zwei Jahre unterschrieben haben. Welche Personalien stehen eigentlich schon fest?

Meiler: Wie bereits der erste Vorsitzende Thomas Siller berichtete, besitzt Fred Carroll im Falle des Nichtabstiegs einen gültigen Vertrag für die Oberliga. Mit dieser Gewissheit gehen wir jetzt auch in die Planung der Saison. Fred hat sich erfreulicherweise gesundheitlich wieder sehr gut erholt und steht uns für die neue Spielzeit fit zur Verfügung. Spieler wie Ales Jirik und Daniel Willaschek haben, im Falle der Oberliga, gültige Verträge. Auch Marcel Waldowsky steht uns weiter zur Verfügung. Das alles sind Schlüsselspieler, um die wir versuchen werden, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen.

Haben Sie schon konkrete Vorstellungen über die Zusammensetzung der Mannschaft? Wird es einen großen Umbruch geben?

Meiler: Dass es einige Umstellungen nach diesen beiden Jahren geben wird, das denke ich, leuchtet jedem ein. Von einigen Spielern, die unter den Erwartungen blieben, wird man sich trennen müssen. Wir versuchen, eine qualitative Breite ins Team zu bekommen. Für drei ausgeglichene Reihen wird das Budget nicht reichen. Allerdings möchten wir uns nicht auf zwei oder drei Schlüsselspieler verlassen, von denen dann Erfolg oder Misserfolg abhängig ist! Unser Ziel muss es sein, langfristig die Tendenz erkennen zu lassen, dass man in der Oberliga gefestigt ist und Jahr für Jahr eine Truppe aufzustellen, die man nur geringfügig verändern muss. Wir haben auch einige Nachwuchsspieler, die mehr und mehr im Kreis der ersten Mannschaft Fuß fassen. Wir brauchen diese Weidener Spieler, um unsere Ziele, sportlich und wirtschaftlich, zu erreichen.
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