Geistliche Abendmusik zum Reformationsfest
Für Herz und Sinne

Floß.(le) Mit einem Bekenntnis zum friedlichen Miteinander lud Pfarrerin Lisa Weniger bei der geistlichen Abendmusik zum Reformationsfest in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista. Für einen musikalischen Hörgenuss sorgten die Solisten Andreas Kunz (Orgel), Willibald Wirth und Reinhold Mass (Violinen). Die Tradition solcher Konzerte hält Kantor Andreas Kunz aufrecht.

Mit Wirth und Mass hat er zwei Solisten und Musiker gefunden, die ihre Instrumente meisterhaft beherrschen. Gemeinsam mit Kunz an der Orgel boten sie den Zuhörern einen erfüllten Konzertabend mit klassischer Musik. Wie es zur Zeit der Reformation üblich war, banden die Musiker die Gemeinde mit in die Choräle ein und gestalteten mit ihnen die Lieder "Vater unser im Himmelreich" und "Verleih uns Frieden gnädiglich".

Einen Vorgeschmack gab es mit der "Triosonata c-moll" von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788). Mit dem ältesten Tauflied von Luther "Christ, unser Herr, zum Jordan kam" setzte sich das Konzert fort. Es folgte das "Vaterunser" von Johann Sebastian Bach, das Luther 1539 in Wort fasste. Immer wieder war die feine Abstimmung der musikalischen Vorträge durch die drei Solisten zu hören, die auch mit der "Triosonate F-Dur" von Arcangelo Corelli (1653-1713) begeisterten.

Dass Kantor Andreas Kunz ein Meister auf der Orgel ist, zeigte sich einmal mehr mit dem Choralvorspiel "Christ lag in Todesbanden" von Johann Heinrich Buttstedt (1666-1727) und der "Fantasia und Ricercar in d" von Johann Krieger (1652-1735). Mit den Abendmahlsliedern "Christe du Lamm Gottes" von Sigfrid Karg Elert (1877-1933) und "Gott sei gelobt und gebenedeiet" von Heinrich Scheidemann (1595-1663) für Orgel und Violinen setzte sich das Programm fort.

Höhepunkt des Abends war das Solistentrio mit der "Triosonate F-Dur". Bei dem Lied erfüllte sich die Hoffnung von Pfarrerin Weniger, dass durch das klassische Konzert etwas von dem Frieden zu spüren war, den Gott für die Menschen erstritten hatte. Herzen und Sinne erfreuten sich an diesem Abend, der mit dem Vaterunser, dem Segen und einem Applaus endete.
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