Geld für attraktivere Busverbindungen

Der Aufnahmestopp für Realschüler in Amberg trifft die Gemeinde Freihung ins Mark. Die CSU in Großschönbrunn erhofft sich nun Unterstützung von ihrem Kreisvorsitzenden.

"Diese Mitteilung ist auch für mich sehr überraschend gekommen", erklärte CSU-Kreischef Harald Schwartz bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands im Pfarrsaal. Die Problematik müsse in jedem Fall noch mit allen Beteiligten besprochen werden, unterstrich der Kreisvorsitzende. Auch einige Mitglieder äußerten ihren Unmut über die Entscheidung. Wichtig sei es vor allem, die Anbindung der Gemeinde an den Öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, hieß es aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer. Eine direkte Linie von und nach Sulzbach-Rosenberg gebe es nicht, die Fahrgäste müssten zurzeit immer in Gebenbach umsteigen. Speziell für die Rückfahrten am Nachmittag seien nach derzeitigem Fahrplan nur unzureichende Möglichkeiten vorhanden.

Gespräch mit Reisinger

"Diese Diskussion der Anbindung von kreiseigenen Schulen in Sulzbach-Rosenberg und der Berufsschulen wird doch schon jahrelang geführt, das ist doch nichts Neues. Passiert ist allerdings noch nicht viel", sagte Ortsvorsitzender Franz Luber. Er gab zu bedenken, dass bei den kreiseigenen Schulen - im Gegensatz zu den Schulen in Amberg - noch ausreichend Kapazitäten frei seien. Wenn etwa Gastschulbeiträge des Landkreises eingespart würden, könne das Geld doch für eine Verbesserung der Busverbindungen verwendet werden. Damit werde automatisch der Schulstandort Sulzbach-Rosenberg für die vom Aufnahmestopp betroffenen Gemeinden attraktiver.

Der Kreisvorsitzende versprach, sich diesbezüglich mit Landrat Richard Reisinger in Verbindung zu setzen. Die Bedenken aus den betroffenen Landkreisgemeinden seien berechtigt und müssten rasch gelöst werden, erklärte Schwartz. In Bezug auf die anstehende Dorferneuerung wurde moniert, dass es bereits bei den vorbereitenden Planungen zu Verzögerungen gekommen sei.

"Eigentlich sollten ja bereits erste Ausschreibungen laufen, um mit den Baumaßnahmen im Frühsommer beginnen zu können. Aber es wurden bisher nur die Förderanträge beim Amt für ländliche Entwicklung eingereicht", sagte Ortssprecher Klaus Siegert. Er sehe jedoch der gesamten Maßnahme positiv entgegen.

Sein Bedauern drückte Siegert über den bisherigen Stand des AOVE-Wegebauprojektes aus. Als vordringliche Maßnahme sei in Großschönbrunn der Ausbau eines Verbindungsweges zwischen der B 299 und der Ehenfelder Straße beantragt. Ziel sei es, einen Teil des Sandgrubenverkehrs aus der Ortschaft hinausleiten zu können. Da jedoch in den Verhandlungen mit einigen Eigentümern der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen noch keine Einigung erreicht worden sei, sehe er die Realisierung als gefährdet.

Der CSU-Fraktionssprecher im Gemeinderat, Helmut Wurzelbacher aus Seugast, informierte über weitere aktuelle Themen. So sei die Anschaffung von neuen Löschfahrzeugen für alle Ortsfeuerwehren beabsichtigt. Bedingt durch das Alter der meisten Fahrzeuge von zum Teil weit über 30 Jahren, seien hier zeitnahe Entscheidungen zu treffen.

Gemeinderat einbinden

Wurzelbacher forderte, dass hierfür gezielte Planungen über Dringlichkeiten, Zeitabläufe und Finanzierungskonzepte entwickelt werden. "Es darf auch nicht angehen, dass ohne Beschlüsse des Gemeinderates und der Fachstellen bereits Vorauswahlen und Ranglisten geplant werden", sagte Wurzelbacher.
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