Geld für Kindergärten

Die Kinder in Auerbach können sich freuen, denn die Kindergärten dürfen in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Geldregen rechnen, der für die qualitative Verbesserung der Einrichtungen zur Verfügung steht. Bild: swt

Alles wird teurer, auch das Sterben. Der Auerbacher Stadtrat verabschiedete in seiner Sitzung eine neue Gebührenordnung, die nach Meinung des Gremiums "unumgänglich und längst fällig ist".

Dem Stadtrat war klar: Da die letzte Kalkulation der Bestattungsgebühren bereits 2004 erstellt wurde, war eine Überarbeitung dringend notwendig. Ein Grund für eine Erhöhung ist auch, dass früher 8149 Grabstellen, im Fachdeutsch Leistungseinheiten genannt, vorhanden waren, jetzt sind es nur noch 3630 Grabstellen. "Grund hierfür ist auch", erklärte Bürgermeister Joachim Neuß, "dass die Grabfelder 1 bis 6 bereits 2007 als Tiefgräber ausgenommen wurden. Dort macht das Wasser Probleme. Somit müssen die Kosten für den Friedhof nun auf weniger Gräber umgelegt werden. Im Vergleich zu anderen Gemeinden in der Nachbarschaft liegt Auerbach aber immer noch günstiger, was die Grabgebühren anbelangt."

Nicht mehr realistisch

Martin Weiß (FW) meinte dazu, dass etwa 3,36 Euro für ein Urnengrab, wie bisher berechnet, längst nicht mehr realistisch sind. Auch Dr. Edmund Goß (SPD) sprach von einer "längst fälligen und durchaus moderaten" Erhöhung. Geändert wurde mit Beschluss des Stadtrates auch die Satzung zur Benutzung des Friedhofes. Wichtig für die Hinterbliebenen ist hier vor allem, dass ein Grab nicht nur für 15 Jahre verlängert werden darf, sondern jetzt auch fünf oder zehn Jahre möglich sind.

Die geänderten Satzungen und Gebühren gelten übrigens auch für den Friedhof in Gunzendorf, dort wird demnächst eine Begehung mit den ansässigen Bürgern unternommen. Für den Friedhof in Michelfeld greifen die Änderungen nicht, da dieser in kirchlicher Hand ist.

Zuschüsse zu den Elternbeiträgen wird es in diesem Jahr für die Kindergärten nicht geben, dafür hat das bayerische Sozialministerium die vorgesehenen Mittel für Qualitätsverbesserungen zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung ist, dass die Gemeinde den kommunalen Förderanteil gleichfalls in der Höhe des staatlichen Qualitätsbonus gewährt. Ebenso müssen die Mittel für die Qualitätsverbesserung angewandt werden. Eine Vorgabe, wie dies auszusehen hat, gibt es nicht, erklärte Bürgermeister Neuß dem Gremium.

Die Gesamtförderung errechnet sich aus dem vorläufig für den Bewilligungszeitraum 2015 errechneten Betrag von 53,69 Euro pro Jahr. Bei 252 Kindern in den Einrichtungen ohne städtischen Kindergarten ist dies ein Gesamtbetrag von 13 529,88 Euro, von dem die Stadt 50 Prozent zu tragen hätte. Für den städtischen Kindergarten errechnet sich ein staatlicher Zuschuss von 3489 Euro.

Einstimmig dafür

Einstimmig beschloss der Stadtrat, das Geld zur Verfügung zu stellen. Herbert Appl (CSU) betonte, dass das Geld für die Kinder gut angelegt sei. Auch sei es positiv anzusehen, dass die Qualitätsmerkmale nicht vorgeschrieben sind. Martin Weiß (FW) wollte wissen, ob dies auch für 2016 gelte. Dazu konnte Stadtkämmerer Michael Bierl nur sagen, dass die Mittel vorerst nur für 2015 geplant seien. Elisabeth Kolleng (SPD) fragte, ob auch der Kinderhort mit einbezogen sei. Dies bejahte Neuß.
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