Geldquellen für Landwirte

Die Referenten Alfred Schwarz (AELF Weiden), Brigitte Trummer (BBV Oberpfalz), Katrin Kreckl-Kerckhoff (Steuerberaterin), Annemarie Frank (AELF Schwandorf/Nebenstelle Nabburg), Peter Huber (Direktor BBV Oberpfalz/Niederbayern) und Christoph Parzefall vom BBV Oberpfalz/Niederbayern (von links) klärten über Direktvermarktung und weitere Einkommensquellen für Landwirte auf. Bild: ohr

Der Müllnerhof in Schwarzach ist ein Vorzeigebetrieb, deshalb wurde er als Veranstaltungsort für Direktvermarkter, Pensionspferdehalter und Betriebe mit Einkommenskombinationen ausgewählt. Vor fünf Jahren standen die Inhaber vor einer schwierigen Entscheidung.

Die gut besuchte Tagung wurde in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV) Oberpfalz von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Oberpfalz organisiert. Die Ausnahmebäuerin und Sprecherin der Arbeitsgruppe Einkommenskombinationen im Bauernverband Oberpfalz, Brigitte Trummer, begründete die Auswahl des Veranstaltungsortes.

Der landwirtschaftliche Betrieb bestand aus zwei Hofstellen, berichteten die Gastgeber Ericka und Manfred Hauser. Das kleinere Gehöft, Am Eisenhammer 3, in Schwarzach, war bereits in einem recht schlechten Zustand. Verfall, Verkauf oder Erhalt boten sich als mögliche Varianten an. Das Areal durch einen gastronomischen Betrieb in Verbindung mit Ferienwohnungen zu beleben, lautete schließlich die Entscheidung. Das Gelände mit Insellage ist nur über eine Brücke erreichbar, und das allein übe auf die Besucher schon einen gewissen Reiz aus.

Die Spielscheune werde von den Kindern gerne angenommen. Mit fünf Jahren ist die Einrichtung relativ jung. "Die Entscheidung war bis jetzt richtig, und die Arbeit macht Spaß", schloss der Unternehmer seine Ausführungen.

Annemarie Frank vom AELF Schwandorf skizzierte ihre Beratungsaufgaben zur Diversifizierung und bat, die Angebote zu nutzen. Der Landkreis könne beachtliche Erfolge vorwiesen. Alfred Schwarz (AELF Weiden), zuständig für die Oberpfalz, den Bayerischen Wald und den Donauraum, erläuterte die Förderung baulicher Investitionen in Einzelbetrieben in der Landwirtschaft. Unter anderem gehören Urlaub auf dem Bauernhof, Direktvermarktung, Pensionspferde und Bauernhofgastronomie zur diversen Förderpalette.

Das Ziel sei, zusätzliche Einkommensquellen im ländlichen Raum für die Landwirte zu schaffen. Die Beratung über das Programm liege in Händen der zuständigen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Katrin Kreckl-Kerckhoff, Steuerberaterin im BBV-Beratungsdienst Schwandorf, informierte über Aktuelles aus dem Steuerrecht und stellte klar die Abgrenzung zwischen Landwirtschaft und Gewerbe heraus.

Der Direktor des Bayerischen Bauernverbandes Niederbayern/Oberpfalz, Peter Huber, berichtete über die Unterstützung des Bauernverbandes für seine Mitglieder, insbesondere bei der Direktvermarktung. Als Interessenvertretung würden ihre Anliegen gebündelt an die Politik herangetragen. Die Beratung sei umfassend und gehöre zum Kernbereich. Georg Rester, Pensionspferdehalter im BBV Oberpfalz, stellte seinen landwirtschaftlichen Betrieb vor.
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