Gelingt der nächste Coup?

Gut in der Abwehr zu stehen, bedeutet auch, die Kopfballduelle zu gewinnen. Peter Schecklmann macht es vor, wie die Weidener in Aschaffenburg zum Erfolg kommen können. Bild: Eger

Die Serie der Top-Spiele geht für die SpVgg SV Weiden in die nächste Runde. Sechs Tage nach dem 1:0 beim Spitzenreiter SpVgg Jahn Forchheim steht für die Mannschaft von Trainer Christian Stadler am Freitag um 15 Uhr beim Tabellendritten SV Viktoria Aschaffenburg der nächste Schlager auf dem Programm.

Weiden. (lst) Doch damit nicht genug: Am kommenden Dienstag um 19 Uhr gibt im Viertelfinale des bayerischen Toto-Pokals der Regionalligist FC Eintracht Bamberg seine Visitenkarte im Sparda-Bank-Stadion ab. Am 10. Oktober folgt dann um 19 Uhr das Oberpfalz-Derby zu Hause gegen die DJK Ammerthal.

Gegner beobachtet

Doch zunächst richtet sich das Augenmerk der SpVgg SV komplett auf den Gegner an diesem Freitag. "Aschaffenburg ist sicherlich genauso stark wie der Jahn, aber dennoch ein völlig anderer Gegner", sagt Stadler. Der hat die Viktoria in den letzten Wochen zwei Mal beobachtet und war beeindruckt. "Aschaffenburg verfügt über eine junge und spielstarke Truppe", schätzt er die Stärken der Unterfranken ein. Deren Akteure seien fußballerisch hervorragend ausgebildet und möchten sich, so Stadler, für höhere Aufgaben empfehlen.

Wie die Aschaffenburger auftrumpfen können, zeigten sie am letzten Spieltag beim 5:0 beim ambitionierten Aufsteiger SpVgg Ansbach. Dass sie aber auch anfällig sind, bewies eine Woche zuvor das 0:3 bei der SpVgg Jahn Forchheim, die ja bekanntlich wiederum gegen die SpVgg SV Weiden den Kürzeren zog. "Das soll aber nicht automatisch heißen, dass wir in Aschaffenburg gewinnen", hält Stadler den Ball flach.

Denn die Unterfranken sind, nachdem sie zum Saisonauftakt ein 1:1 gegen den FC Amberg und ein 0:3 beim TSV Großbardorf kassiert hatten, immer besser in Fahrt gekommen und haben sich nach dem Abstieg aus der Regionalliga schnell in der neuen Klasse zurecht gefunden. Vor dem 0:3 in Forchheim blieb die Elf um Trainer und Ex-Profi Slobodan Komljenovic neun Spiele (sieben Siege und zwei Unentschieden) ungeschlagen. Was aber nicht verwunderte, denn das Team stand vor der Saison bei vielen Experten als Titelaspirant ganz weit oben auf den Notizzetteln. Ein Anspruch, dem die SV-Truppe bislang gerecht wurde. Was auch an der Tatsache liegt, dass der große personelle Umbruch vor dieser Spielzeit - immerhin verließen gleich 14 Akteure den Verein und 13 neue kamen - schnell von statten ging. Einer der prominentesten Neuzugänge und in Weiden kein Unbekannter war Mittelfeldakteur Daniele Toch, der 2009/10 und 2010/11 mit dem Karlsruher SC II und dem SV Darmstadt in der damaligen Regionalliga Süd vier Mal gegen die SpVgg gekickt hatte.

In der Defensive gut stehen

"Wir gehen davon aus, dass die Gastgeber von Anfang Druck machen werden, deshalb müssen wir trotz der langen Anreise ab der ersten Minute hochkonzentriert sein", betont Stadler. Ziel sei es, in der Defensive gut zu stehen, aber "dem SV nicht 90 Prozent Ballbesitz zu geben". Gelinge das, sei man in Unterfranken sicherlich nicht chancenlos. Zumal die Weidener bis auf den langzeitverletzten Andreas Koppmann, der nächste Woche operiert wird, personell aus dem Vollen schöpfen können.
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