Gelungenes "Back Beat Unplugged Project" verbindet bei "Klein & Kunst" in der Max-Reger-Halle ...
Von Elvis bis zu den frühen Beatles

Den gut aufeinander abgestimmten "Back Beat"-Musikern gelang es, die Lieder nicht nur einfach nachzusingen, sondern ihnen die eigene, persönliche Note zu verleihen. Bild: Stiegler
Weiden.34 Jahre ist es nun her, dass John Lennon in New York erschossen wurde. Und 48 Jahre, dass die Beatles letztmals gemeinsam auf einer Live-Bühne standen. Die Faszination für die vier Pilzköpfe und ihr Leben ist seitdem nicht weniger geworden, sondern vielmehr gestiegen. Denn ihre Musik hat sie unsterblich gemacht.

Revolution ausgelöst

Auf eine Reise in die "Live"-Phase der Beatles, aber auch zu deren Vorläufern und damit in die Geschichte der Beat-Music ging es am Donnerstagabend bei der "Klein & Kunst"-Reihe in der Max-Reger-Halle. Auf der Bühne stand die Weidener Gruppe "Back Beat" mit ihrem Unplugged-Project und der Idee dahinter, die Geschichte der "frühen Beatles" chronologisch in Verbindung von Personen und Gruppen zu erzählen und zu spielen, die den Weg und die Musik der "Fab Four" wesentlich beeinflussten.

Das Konzept dürfte man nach dem gut zweieinhalbstündigen Premieren-Auftritt als gelungen bezeichnen. Es waren wieder einmal die Momente, in denen einem bewusst wurde: Zumindest aus musikalischer Sicht ist man definitiv zu spät geboren. Die Revolution, die die vier jungen Burschen aus Liverpool in den 60er Jahren mit ihren Klängen ausgelöst haben, kennt man nur von Ton- oder Filmaufnahmen. Von deren musikalischen "Beeinflussern" Buddy Holly oder den Everly Brothers ganz zu schweigen.

Charly Hero (Gitarre), Bruno Hammer (Gitarre), Rick Britton (Bass), Alois Windisch (Drums) und Daniel Bär (Keyboard) gelang es, nicht nur die Stimmung der 50er und 60er Jahre ins Untergeschoss der Max-Reger-Halle zu bringen, sondern auch die Musik mit amüsanten und informativen Hintergrundgeschichten der damaligen Zeit zu verbinden. Denn wer weiß schon, warum Elvis Presley bei "All shook up" zum einmaligen Songwriter wurde. Oder dass sowohl Elvis wie auch die Everly Brothers auf den späteren Roy-Orbison-Hit "Only the lonley" verzichteten, weil er ihnen zum Singen zu schwer war. Oder dass "Misery" der erste Beatles-Song, der von einem anderen Sänger - in diesem Fall Kenny Lynch - gecovert wurde.

Persönlicher Stil

Neben den Geschichten waren es natürlich in erster Linie die Songs, die an diesem Abend im Zentrum standen - beginnend bei Elvis' "That's all right" über die Hits der Everly Brothers wie "Bye, bye love", "Wake up, little Susie" und "All I have to do is dream" bis hin zu den Beatles-Hits "A hard day's night", "Ticket to ride" oder "I feel fine". Den fünf gut aufeinander abgestimmten Musikern gelang es, die Lieder nicht nur einfach nachzusingen, sondern ihnen die eigene, persönliche Note zu verleihen.

Dass der Konzertabend im Jahr 1966 endete, war folgerichtig, auch wenn sich die Beatles erst 1970 trennten. Nach ihrem Auftritt am 29. August 1966 im Candlestick Park in San Francisco standen die Musiker nicht mehr gemeinsam auf der Bühne: Die späten Hits erlebten keine gemeinsame Live-Darbietung mehr.
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