Gemeinde hofft auf Einlenken des Besitzers - 2015 steigt Wasser- und Abwassergebühr
Radweg: Ein Grundstück fehlt

Mit zwei Negativmeldungen wartete Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer bei den Bürgerversammlungen in Neudorf und Luhe auf: Zum einem sinkt die Einwohnerzahl, zum anderen steigen die Gebühren für Wasser und Abwasser.

Immer weniger Geburten

"Der Bevölkerungsrückgang macht vor der Marktgemeinde nicht halt", sagte Preißer und verwies auf den Geburtenrückgang. Der Zuzug, darunter fielen auch die 24 Asylbewerber in Luhe am Forst, federe den Rückgang leicht ab. Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Schulen. Luhe-Wildenau stellt den größten Anteil an Schülern in Pirk. Wegen Schülermangels musste dort bereits eine Klasse an die Max-Reger-Schule Weiden abgegeben werden.

"Trotz großer Ausgaben sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung", erfuhren die 35 Luher und 45 Neudorfer vom Rathauschef. Die Verbindlichkeiten sollen im kommenden Jahr auf unter eine Million Euro sinken. "Die Pro-Kopf Verschuldung wird sich bei 290 Euro einpendeln, Tendenz fallend." Beim Thema Breitband sei die Kommune auf einem guten Weg. Neudorf habe die beste Anbindung, für das Gewerbegebiet soll es demnächst eine Verbesserung geben, versprach Preißer. "Was lange währt, wird endlich gut", könne man den Ausbau der Schöninger Straße in Luhe am Forst überschreiben. Die Fertigstellung erfolge 2015, stellte der Bürgermeister fest. Der Bau des Radweges von Luhe nach Pirk könnte angegangen werden, wenn nicht ein Grundstück fehlen würde. "Die Marktgemeinde hofft immer noch auf ein Einlenken des Besitzers", erfuhren die Bürger.

Für das Naabtalhaus in Oberwildenau stehen Sanierungsmaßnahmen an. Das Flachdach muss ausgebessert werden. Gemeinsam mit dem Vereinskartell Oberwildenau will die Gemeinde den Umbau der ehemaligen Kegelbahn stemmen.

Ab 2016 Neuberechnung

Die Kommune hat die gesetzlich vorgeschriebene Berechnung für Wasser und Abwasser in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ziehe eine Anpassung der Gebühren und Beiträge nach sich. Von 1,55 auf 1,02 Euro pro Quadratmeter sinke der Erschließungsbeitrag für das Wasser im Bezug zur Grundstücksfläche, der Beitrag pro Geschossfläche steige von 6,25 auf 6,70 Euro. Beim Abwasser erhöht sich der Preis pro Quadratmeter Grundstücksfläche von 1,30 auf 1,53 Euro, bei der Geschossfläche von 9 auf 9,94 Euro. Die Gebühren für das Trinkwasser steigen von 1,45 auf 1,62 Euro. Das Abwasser verteuert sich von 1,25 auf 1,60 Euro. Ab 2016 müsse eine gesplitterte Abwassergebühr für Schmutz und Regenwasser eingeführt werden.

Geld für Feuerwehren

Die Gemeinde habe noch Bauplätze zu verkaufen, wenn auch nicht überall in ausreichender Zahl. In Neudorf laufe die Erweiterung, in Oberwildenau sei man in der Planungphase für das Gebiet "Eschlingweiher III". Nur in Luhe seien von vier Parzellen nur noch zwei in Gemeindebesitz. Für Luhe soll deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

"Größere Summen muss die Gemeinde für die Feuerwehren ausgeben", erklärte Preißer. In Luhe und Oberwildenau fehlt jeweils ein Stellplatz, zudem soll Luhe einen Gerätewagen bekommen. In Luhe sei der Plan für den Gerätehausanbau weit fortgeschritten, erzählte der Bürgermeister, für Oberwildenau suche man noch eine Lösung.

In der Gemeinde gibt es nach Auskunft des Bürgermeisters 1300 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, "so viele wie nie zuvor".
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