Gemeinde investiert in Zukunft

"Freudenberg, freu dich drauf": Der Slogan der Großgemeinde ist für Bürgermeister Alwin Märkl die Herausforderung, auch in seinem zweiten Amtsjahr die aufstrebende Kommune weiter auf Kurs zu halten.

(sche) Er wisse wohl, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten die Ansprüche der Bürger weiterentwickelt haben, sagte Märkl bei der Bürgerversammlung. Die Menschen legen seinen Worten nach Wert darauf, frühzeitig und umfassend informiert zu werden. Sie erwarten, dass die Politik ihre Einwände und Vorschläge ernst nehme, sie wollen mitreden und mitwirken. Gerade auf kommunaler Ebene spiele Bürgerbeteiligung eine gewichtige Rolle, betonte der Rathaus-Chef. Seit der Gebietsreform sei die Zahl der Einwohner von 3073 auf 4224 gestiegen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 1343,96 Euro und sei den "unumgänglichen kostenintensiven Investitionen geschuldet". Wohlwissend, dass durch weitere größere Maßnahmen bei der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung Zwischenfinanzierungen getätigt werden müssen, werde die Verwaltung bestrebt sein, die Nettoverschuldung zu senken.

Vertrag mit der Telekom

Beim Personal sei nur eine halbe Stelle zusätzlich geschaffen worden. Als eine der ersten Landkreis-Gemeinden sei Freudenberg bei der Auftragsvergabe für das Förderverfahren mit dabei gewesen und liege beim Förder-Fortschritt derzeit an vierter Stelle. Für die Erschließungsbereiche Aschach, Lintach, Etsdorf, Paulsdorf-Hiltersdorf habe die Bundesnetzagentur der Firma Jobst den eigenwirtschaftliche Ausbau genehmigt. Für die Siedlung Freudenberg-Wutschdorf, Pursruck, Oberland und Immenstetten sei mit der Telekom ein Kooperationsvertrag geschlossen worden. Abstimmungsgespräche mit Etsdorf kündigte Märkl in Kürze an.

Für die Feuerwehr Etsdorf wurde mit einem Kostenaufwand von 57 000 Euro und größtenteils durch Eigenleistung der Mitglieder das Gerätehaus saniert. Mit der Auslieferung eines rund 94 000 Euro teuren Löschfahrzeugs könne die Wehr Anfang nächsten Jahres rechnen. Für die Schülerbeförderung wurde ein Ersatzschulbus (32 000 Euro) angeschafft. Den Anteil der Gemeinde für eine fünfte Kindergartengruppe gab Märkl mit 320 000 Euro an.

Für die Dorferneuerung Lintach seien heuer 70 000 Euro ausgegeben worden. Die Dorferneuerung Hiltersdorf mit geplanten Kosten von 572 000 Euro gehe zu Ende, das Amt für ländliche Entwicklung gewähre einen Zuschuss von 356 000 Euro. Neben der Sanierung des Heiligbergsteiges (42 500) wurden laut Bürgermeister in den einzelnen Ortsteilen weitere Gelder für die Straßensanierungen bereitgestellt. Bevor Märkl einen Ausblick auf die Zukunft gab, zählte er weitere Maßnahmen auf, die erledigt wurden, zum Beispiel der Neubau einer Brücke über den Fensterbach, der 280 000 Euro kostet und für den es einen Zuschuss von 120 000 Euro gibt.

Einige Großprojekte

Großprojekte in den nächsten Jahren werden die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung sei, das Dorferneuerungsverfahren mit Hochwasserschutz Greßmühle, die Dorferneuerung Bühl und die Abwasseranlage Immenstetten. Breitbandtechnik und Wasserversorgung wurden bei der Diskussion nochmals aufgegriffen. Ebenso erkundigten sich die Bürger zum Sachstand der AS 18 und der Staatsstraße 2040.
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