Gemeinde kann nicht alle leerstehenden Häuser kaufen

Einer seiner ersten offiziellen Termine als Bürgermeister sei die Eröffnung der Wanderwege in der Gemeinde gewesen, berichtete Josef Etterer in seinem Rückblick. Dadurch sei es gelungen, dass zahlreiche Personen aus der Region und darüber hinaus, nach Kastl kamen, um sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Für einen weiteren Ausbau des Netzes seien Ideen in Bearbeitung.

Für die Ortschaft Troglau und in der Hauptstraße sei eine Ortsabrundungssatzung erlassen worden, um weitere einzelne Bauplätze zu erschließen. Erfreut war Etterer über die großartige Resonanz für das neue Baugebiet an der Schule. Drei von acht Plätzen seien verkauft, für einen vierten liege eine Anfrage vor. Im Zuge der Erschließung habe die Gemeinde auf dem Dach der Grundschule eine Photovoltaikanlage installiert. In den vergangenen Wochen seien zudem für Altköslarn die Planungen für einen Kinderspielplatz realisiert worden. Im Frühjahr sollen die Arbeiten hierfür beginnen.

Mit dem im Gemeinderat beschlossenen "Energieeinsparförderprogramm" sollen Anreize für die Energiewende vor Ort geschaffen werden. Um Energie zu sparen, werde ein Großteil der Straßenbeleuchtung und der Beleuchtung der Mehrzweckhalle erneuert. Wie in Reuth sollen für weitere Ortschaften in der Gemeinde Hinweisschilder für die Hausnummern aufgestellt werden.

Deutlich habe sich der Gemeinderat gegen die Gleichstromtrasse ausgesprochen, berichtete Etterer. Er zeigte sich erfreut über die beschlossene Abstandregelung bei Windrädern. "Mit dem zehnfachen der Höhe wurde hier in meinen Augen eine praktikable Lösung gefunden."

Zum Abschluss ging der Redner auf die Leerstände ein. Zu allererst sei der Besitzer in der Verantwortung, eine Lösung für sein altes Wohnhaus beziehungsweise Immobilie zu finden. "Die Gemeinde kann nicht alle Häuser, die vom Leerstand bedroht sind, kaufen und für sie eine Nutzung finden." Zugleich lobte er die Anstrengungen all derer, die in der Vergangenheit mit großem Engagement ihre Häuser saniert haben. "Die Erfahrung zeigt, dass dies möglich ist, ohne dass die Kommune eingebunden ist."

Sehr erfreut sei er über die Resonanz seiner Sprechstunden. Etterer dankte den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft, dem Kindergarten und dem Bauhof. "Sie alle machen einen erstklassigen Job zum Wohle der Kommune." (hwk)
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