Gemeinde steckt 1,5 Millionen in neues Feuerwehrhaus

Für die Planung eines neuen Feuerwehrhauses stellte der Gemeinderat Neukirchen mit elf gegen zwei Stimmen die Weichen. Nach dem grundsätzlichen Beschluss für einen Neubau komme es jetzt darauf an, das Projekt auf die Genehmigungsschiene zu bringen, beschrieb Bürgermeister Winfried Franz die anstehenden Aufgaben. Die staatliche Förderung für vier Stellplätze bereits abgezogen, betragen die Investitionskosten für die Gemeinde rund 1,5 Millionen Euro, informierte Architekt Norbert Thiel vom Büro Atelier 13. Die Kaufsumme für eine kleinere Fläche, die der Gemeinde noch nicht gehört, komme noch hinzu.

Sobald der Zuwendungsbescheid der Regierung der Oberpfalz und die Baugenehmigung vorliegen, könne die Ausschreibung starten. Der Architekt riet dazu, die Arbeiten in kleine Pakete aufzuteilen. Firmen vom Ort und aus der Region hätten dann bessere Möglichkeiten, Gebote einzureichen.

Vor der Entscheidung für einen Neubau sei nicht ausreichend geprüft worden, ob es billigere Varianten gäbe. Deshalb werde er nicht zustimmen, erklärte der Fraktionsvorsitzende des Bürgerblocks, Hans Zacharias. Ohne Zweifel brauche die Feuerwehr ein neues Gerätehaus, aber seiner Meinung nach hätte die Nutzung einer Stahlhalle rund eine halbe Million Euro eingespart.

In der nichtöffentlichen Sitzung, in der die Entscheidung für den Neubau fiel, seien alle Meinungen gehört worden, widersprach der Bürgermeister. Den Gemeinderäten sei aber kein Vergleichsangebot vorgelegen, monierte Hans Sebald. Ein Architektenwettbewerb wäre sicherlich möglich gewesen, hätte aber rund 60 000 bis 70 000 Euro gekostet, wandte der Planer gegen diese Forderung ein. Auch bedeute der Neubau keinen Luxus, sondern es gehe um die Feuerwehrmänner und -frauen, die ehrenamtlich für die Allgemeinheit im Einsatz sind.

Schließlich nahm das Gremium mit 11:2 Stimmen den Antrag des CSU-Fraktionsvorsitzenden Peter Achatzi an, die Diskussion zu beenden, da der Neubau schon beschlossene Sache sei. Mit dem gleichen Ergebnis unterstützte der Gemeinderat die vorgelegte Planung. (bt)
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