Gemeinde stellt viel Geld für Bebauung und mögliche Edeka-Ansiedlung ein
Etat im Zeichen des Festplatzes

Etzenricht. (war) Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat einen rekordverdächtigen Haushalt. Er umfasst 2,96 Millionen Euro im Verwaltungs- (2014: 2,2 Millionen) und 1,33 Millionen Euro im Vermögensteil. Das Drei-Millionen-Euro-Zahlenpaket und die damit einhergehenden Investitionen schnürt die Kommune ohne Fremdkapital. Unberührt bleiben die Grundsteuer A und B mit je 280 und die Gewerbesteuer mit 330 vom Hundert.

Neuer Wasserzähler

Dominiert werden die Finanzen vom Projekt Festplatz. "Wir stellen damit Planungssicherheit her", sagte Bürgermeister Martin Schregelmann im Hinblick auf eine geplante Edeka-Ansiedlung. Im Vermögenshaushalt sind 400 000 Euro für die Entwässerung und 345 000 für die Straßenbaumaßnahmen sowie noch einmal 45 000 Euro für die Wasserversorgung am Festplatz eingestellt. Dazu kommen 200 000 Euro für Grunderwerb. Weitere Ausgabeposten im Überblick: 24 000 Euro für Digitalfunk und Feuerwehr-Ausstattung, 17 500 Euro für Feuerwehrhaus-/Bauhofsanierung, 15 000 Euro Spielplatz Steigacker, 17 000 Euro Kindergartenumbau, 30 000 Euro Haidenaabbrücken-Prüfverfahren, 35 000 Euro Rasentraktor und Großgeräte, 60 000 Euro Rechenaustausch an der Kläranlage.

Auf der Einnahmeseite stehen 136 400 Euro als Investitionspauschale vom Land, dazu der Zuschuss von rund 53 000 Euro für den Kindergartenumbau. Bürgermeister Martin Schregelmann informierte ferner über bereits ausgegebenes Geld. Rund 176 000 Euro steckte die Gemeinde in den Bau der Kinderkrippe, 87 000 Euro in die energetische Sanierung des Kindergartens und 11 000 Euro in das Heim St. Nikolaus.

An die Steinwaldgruppe überwies die Gemeinde als Nachzahlung über 15 000 Euro, verursacht hauptsächlich durch Wasserrohrbrüche, die 2014 teils spät entdeckt worden waren. Daher baut die Gemeinde einen neuen Wasserzähler, verbunden mit einem digitalen Messgerät, am Hochbehälter ein. Das ermöglicht eine zeitnahe Messung der Durchflussmengen, kann über das Internet überwacht werden und bildet ein Frühwarnsystem bei künftigen Verlusten.

Ein Teil der Eltern sieht den Standplatz des Schulbusses am Bushäuschen gegenüber dem Anwesen Schätzler in Verbindung mit dem kurzen Weg vom Anwesen Forster durch die Eisenbahnunterführung als Gefahrenstelle an. Die Bürgermeister Martin Schregelmann und Rudolf Götz aus Kohlberg hatten sich zusammen mit Schulleiter Wolfgang Bodensteiner und dem Elternbeirat vor Ort ein Bild gemacht.

Gefahr durch Eltern

In Abstimmung mit der Polizei wird in einer sechswöchigen Probephase der Schulbus nicht mehr in der Sperlhammer Straße, sondern in der Weidener Straße, rechtsseitig vom Radschin kommend, halten. Mit der Meinung "Gefahr entsteht in erster Linie durch das unvernünftige Verhalten von Eltern, die ihre Kinder mit privaten Autos abholen und meist gegenüber rücksichtslos parken", stand Ulrich Danzer nicht alleine da.
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