Gemeinderat spricht sich für Renovierung aus - Geschichte der "Setterlkapelle"
Schäden am Altar aus Franken

Der renovierungsbedürftige Altar in der "Setterlkapelle" kann eine bewegte Geschichte vorweisen. Er kam 1851 aus Mittelfranken in die Oberpfalz und stand zunächst in der Pfarrkirche Weiding. Bild: gl
Die am Ortseingang aus Richtung Schönsee gelegene "Maria-Ficht-Kapelle" wird im Volksmund bevorzugt als "Setterlkapelle" bezeichnet. Denn dort wurde, wie einer verwitterten Inschrift auf einer Granitplatte zu entnehmen ist, am 22. August 1811 der Schönseer Bürgerssohn Andreas Setterl - vermutlich unter einer Fichte - geboren. Auch der Altar hat eine bemerkenswerte Geschichte.

Der spätere Münchener Kupferschmiedemeister Andreas Setterl erwarb am 20. Juli 1867 vom Krämer Michael Ring aus Weiding eine Fläche von 0,11 Tagwerk um 25 Gulden und ließ eine Kapelle errichten. Der Bauplan wurde am 9. Mai 1870 genehmigt und die Unterhaltung der Gemeinde Weiding übertragen, wofür Setterl einen Betrag von 100 Gulden bereitstellte. Am 8. Oktober 1871 erfolgte die Einweihung durch Pfarrer Alois Koller. Die Kapelle wird laufend gut gepflegt. 1947 wurde ein Türmchen errichtet und 1948 dort ein Glöckchen aufgehängt.

Der Altar der Kapelle befand sich seit 1851 in der Weidinger Pfarrkirche Sankt Nikolaus. Diese war 1836 bei einem Brand zerstört worden; nach dem Wiederaufbau wurde von der Stadt Herrieden in Mittelfranken ein zum Abbruch vorgesehener Altar mit Figuren zum Gesamtpreis von 62 Gulden erworben. Dieser Altar wurde bei der Renovierung um 1958 gegen den Hochaltar und die beiden Seitenaltäre aus der früheren Pfarrkirche Schönach bei Straubing ausgetauscht und fand in der Setterlkapelle seine neue Heimat. Da besonders im hinteren Teil Schäden sichtbar werden, steht eine Renovierung an. Dafür gab es bei der Gemeinderatssitzung "grünes Licht".
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