Gemeinsam Chancen nutzen

Die Stadt geht im Bereich der Wirtschaftsförderung neue Wege: Bürgermeister Peter Lehr lud erstmals zu einem Unternehmerstammtisch ein. Geboten waren Informationen zum Breitbandausbau und zur Energieeffizienz einschließlich der Fördermöglichkeiten.

Ziel der gemeinsamen Runde sollte es unter anderem sein, die Führungskräfte von Unternehmen, Handwerksbetrieben und sonstigen Dienstleistern sowie die, Selbstständigen kennenzulernen, um bei gemeinsamen Handlungsfeldern mögliche Synergieeffekte zu nutzen. Das Treffen sollte zudem den Teilnehmern Gelegenheit bieten, mitzuteilen, wo die Stadt zur Verbesserung von Betriebsabläufen unterstützend tätig werden kann.

Freie Gewerbeflächen

Insbesondere den Referenten und auswärtigen Führungskräften stellte Bürgermeister Peter Lehr eingangs die 6800 Einwohner (davon 3000 im Ortsteil Netzaberg) zählende ehemalige Kreisstadt Eschenbach vor. Punkten könne die Rußweiherstadt mit Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, Kinder- und Ferienbetreuung, der Altstadtsanierung sowie zirka 1500 Arbeitsplätzen. Lehr wies auch auf ein Gewerbegebiet hin: "Nördlich des Industriegebiets 'Am Stadtwald' stehen sechs Parzellen zwischen 12 500 und 36 000 Quadratmeter Größe zur Erschließung bereit."

Das Aufbauprinzip für eine flächendeckende Breitbandversorgung stellte Manfred Gebhardt vor. Der Vertreter der Regensburger Innovativen Kommunikations-Technologien (IK-T) sprach die Vorteile von Leerrohren an, die bei Straßenbauarbeiten gleich mit verlegt werden sollten.

Als Hemmschuh bezeichnete er das System des alten Förderprogrammes, bei dem maximal 500 000 Euro zur Verfügung standen. Mit einem Fördersatz von 40 bis 80 Prozent seien hauptsächlich Gewerbetreibende nach Vorlage einer Bedarfsmitteilung gefördert worden. Das seit Juli existierende verbesserte Programm sei mit 1,5 Milliarden Euro ausgestattet, teilte Gebhardt mit. Die Höchstbeträge pro Kommune beliefen sich auf 500 000 bis 950 000 Euro mit Fördersätzen von 60 bis 90 Prozent für Gewerbe- und Wohngebiete. Besonders wichtig sei, dass die Kommunen den Bedarf jetzt selbst festlegen dürfen.

Rege Gespräche

Der Firmenvertreter stellte außerdem die Netzkonzepte für die Endkunden vor und befasste sich mit dem Aufbauprinzip für eine flächendeckende Versorgung sowie - am Beispiel von Eschenbach - mit den Erschließungsvarianten für ein Breitbandnetz. Zweiter Referent war Diplom-Ingenieur Matthias Rösch vom Energie-Technologie-Zentrum ETZ Weiden (siehe Infokasten).

Bürgermeister Peter Lehr wertete den ersten Unternehmerstammtisch als Erfolg. Er freute sich über die große Resonanz und hoffte auf Rückmeldungen. Falls der Wunsch bestehe, wolle er gerne zu weiteren Stammtischen einladen. Rege Einzelgespräche folgten.
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