Gemeinsam klingt's besser

Unter dem Konzertmotto "Musikpartner" stand das Vorspiel der Musikschule im Vierstädtedreieck in der Sporthalle des Pädagogischen Förderzentrums Eschenbach. Die jungen Musiker fanden meist im Duett den richtigen Ton und bestätigten: Musik verbindet - so auch Esther Nußstein und Johanna Schuller am Klavier. Bild: do

Musik verbindet. Beim Vorspiel der Musikschule im Vierstädtedreieck bewiesen die Akteure, dass auch partnerschaftliches Miteinander der Musik förderlich ist. Das Motto des Konzertabends hieß "Musikpartner". Gemeinsames Musizieren machte Schule.

Wer ein gutes Konzept hat, ist einen Schritt voraus. Die hochwertige Bildungsarbeit an der Musikschule setzte mit der Idee eines "Musikpartners" eine weitere Duftmarke. Nicht große Ensembles und Chöre bestimmten in der Pausenhalle des Sonderpädagogischen Förderzentrums das Bild. Meist waren es Glanzauftritte von Schülern im Duett oder im Quartett, die mit Begeisterung und Hingabe ihren Leistungsstand demonstrierten.

Klassische Barockmusik

Zum richtigen Ton kam die Innigkeit und Unbekümmertheit, mit der die fast 40 Buben und Mädchen gehobenes Singen und Musizieren boten. Es dominierte klassische Barockmusik. Händel, Puccini, Beethoven, Tschaikowsky, Brahms und Schumann, die Wahl berühmter Komponisten bewies, dass sich die Schüler an musikalische Feinkost wagten. Daran erinnerte bei der Begrüßung Schulleiter Joachim Steppert und würdigte den Eifer seiner Schützlinge und des Lehrkörpers. Marie Langgärtner, Tomas Hanzlicek, Uli Dziwinski, Hartmut Gebelein, Sigrun Eichmann, Uschi Steppert und Eva Berankova seien Garanten für gute Ausbildung, betonte der Schulleiter.

Dieser Zusicherung folgte sogleich der Beweis. Die Zuhörer, meist Eltern, Geschwister, Omas und Opas, erlebten eine Explosion der Tonvielfalt und Rhythmen. Spätestens beim schmachtenden "Las dia ch'io pianga" von Händel und beim Vivace aus den "Kanonischen Sonaten von Telemann" stellte sich heraus: der Abend verspricht ein Feuerwerk einfühlsamen Singens und Musizierens. Schon die Darbietungen von Teresa Trummer (Gesang), Katharina Mühln (Klavier), Melissa Dietz und Giuliana Fussi (Violine) oder Sonja Girisch und Johanna Baumann versprachen Musikgenuss.

Zu den Lieblingsinstrumenten gehörte das Piano. An den weißen und schwarzen Tasten bewiesen Johanna Baumann, Esther Nußstein, Johanna Schuller, Lena Schecklmann, Jule Fischer, Owen Klaeger, Jule Schusser, Anne Dötsch, Anastasia Geringer, Teresa Trummer, Ariane Korcaj, Regina Trötsch, Lukas Sporrer, David Daniel, Mirjam Rubenbauer und Alisa Dell ihr Können. Sie alle zauberten die musikalische Welt der Klassik in die Pausenhalle der Förderschule oder entlockten dem Flügel liebliche Melodien von Charles Hervée, Mozart oder John Gurlitt.

Große Hitmaschinen

Zehn Jahre waren Björn Ulvaeus und Benny Andersson mit "Abba" die größten Hitmaschinen der Welt. Den Schwung und die Leichtigkeit des Hits "Chiquitita" nutzten Anna Ott und Teresa Trummer zu einer feurigen Interpretation. Auch das "Oh mio babbino caro" aus der Puccini-Oper Gianni schicci gelang Anna Ott mit Klavierbegleitung von Ariane Korcaj bemerkenswert. Zum Genießen waren auch die Beiträge der Violinen-, Gitarren- und Blockflöten-Duos.

Für die beherzten Vorträge des "Sandmännchens" von Brahms zollte eine dankbare Hörerschaft den jungen Musikern Julia Kiener und David Daniel ebenso großen Beifall wie Luisa Ullrich, Svenia Meinl, Judith Schultes und David Daniel für "Memory" aus dem Musical Cats.
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