Gemeinsame Geschichte

Die Eröffnung des Radwegenetzes findet am 8. Mai in Sulzbach statt, dort, wo vor 363 Jahren auch die Idee des Simultaneums entstand. 1652 verfügte Pfalzgraf Christian August von Sulzbach die gemeinsame Nutzung kirchlicher Gebäude, Anlagen und Grundbesitz in seinem Herrschaftsbereich. Sein Ziel war, die religiöse Toleranz in den Konfessionen zu erhöhen, was nicht zu allen Zeiten gelang.

Vor allem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts trennte man sich in vielen Orten vom gemeinsamen Gotteshaus und baute für seine Gläubigen eigene Kirchen. In Rothenstadt wurde das Simultaneum 1910 gelöst, in Kohlberg 1916 und in Etzenricht 1932. Heute besinnt man sich wieder stärker auf die gemeinsamen Werte. Das Radwegenetz soll dazu beitragen. "Wir haben eine gemeinsame Geschichte und die müssen wir auch leben, damit die Ökumene funktioniert", merkte der zweite Bürgermeister von Etzenricht, Hans Beutner, an.

Zehn Routen führen bald durch drei Landkreise und die Stadt Weiden. Auf 400 Kilometern kann man auf den Schleifen 49 Kirchen und historisch interessante Orte erreichen. Schleifen werden die Routen genannt, weil es Rundkurse sind, die zum Ausgangspunkt zurückführen. Fünf liegen im Landkreis Neustadt. Die Strecken verlaufen auf schon bestehenden Radwegetrassen, öffentlichen Straßen und Wirtschaftswegen. (jml)
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