Gemeinsames Konzept das Ziel

Die Marktgemeinde wird der Kooperation zur "Integrierten ländlichen Entwicklung" beitreten. Das beschloss der Marktrat am Dienstag einstimmig. Zehn Kommunen wollen gemeinsam an ihrer Zukunft arbeiten.

Der Beschluss fiel schnell, er wird die Markträte aber noch öfter beschäftigen. Ohne Debatte wurde der Beitritt der Marktgemeinde als Gründungsmitglied der "ILE-Kooperation in der Region zwischen Murach und Regen" beschlossen. Das Entwicklungskonzept wird darauf zielen, die Agrarstruktur und die Wirtschaftskraft ländlicher Gemeinden zu stärken. Dabei sind Ziele der Raumordnung und Landesplanung, die Belange des Natur- und Umweltschutzes sowie die Grundsätze der "Agenda 21" im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung im ökonomischen, ökologischen und sozialen Bereich, zu beachten.

600 Gemeinden dabei

Derzeit werden von den Ämtern für ländliche Entwicklung in Bayern derzeit bereits knapp 80 ILE-Kooperationen mit rund 600 Gemeinden unterstützt. Zehn Kommunen beabsichtigen die Gründung der Kooperation zwischen Murach und Regen: Neben der Marktgemeinde Bruck auch Neunburg vorm Wald, Rötz, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen, Stamsried, Bodenwöhr, Dieterskirchen, Pösing und Thanstein. Ihre Vertreter haben sich breits zu einem Auftaktseminar getroffen, zusammen mit Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz und Anne Wendl vom betreuenden Büro "landimpuls" (Regenstauf). Dabei galt es, gemeinsame Handlungsfelder abzugrenzen und in einen Planungsprozess einzusteigen, der sich mit der künftigen Entwicklung der Region beschäftigt. Weitere Termine folgen.

Kosten überschaubar

Die Kosten für das zwingend notwendige Integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) werden bis zu 70 000 Euro betragen. Da diese Kosten mit einem Fördersatz von 70 Prozent bezuschusst werden, beträgt der verbleibende Eigenanteil rund 21 000 Euro. Diese kosten werden sich die zehn Kommunen teilen. Ein Schlüssel steht noch nicht fest. Der Anteil des Marktes Bruck würde nach einer Beteiligung nach Einwohnern 3 282 Euro und nach Fläche 1 797 Euro betragen.

Somit würde sich der Eigenanteil des Marktes auf jeden Fall in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Einstimmig fasste der Marktrat den Beitritts-Beschluss. Bürgermeister Hans Frankl wurde ermächtigt, die Vereinbarungen zu unterzeichnen. Unter dem Punkt Anfragen wurde nach dem Ausbessern des Zaunes am Freizeitzentrum nachgefragt. Auch wegen nicht gemähter Grünanlagen im Ort wurde diskutiert. Bürgermeister Hans Frankl sicherte zu, dass die Zäune repariert werden. Wegen des Mähens werden die Grundstückseigentümer angeschrieben.
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