Generalsanierungen und Feste

Es ist geschafft: Die Stadt Grafenwöhr wurde bei der Städtebauförderung für das Sanierungsgebiet Altstadt wieder aufgenommen. Und das sogar mit erhöhten Fördersätzen.

Grafenwöhr. (rgr) Bei der Bürgerversammlung zog Bürgermeister Edgar Knobloch eine positive Bilanz zum Stadtgeschehen im vergangenen Jahr. Viele Bauprojekte konnten realisiert werden, wie beispielsweise die Generalsanierung der Mittelschule, die insgesamt 4,2 Millionen kostet. Der Bauabschnitt I ist fertiggestellt. Die Abschnitte II und III sollen im April nächsten Jahres so weit sein. "Die Schüler sind damit überall online und haben eine Dokumentenkamera und einen Beamer zur Verfügung. Wir können es uns hier nicht leisten, hinterherzuhinken", betonte Knobloch. Auch bei der Stadthalle wurden die ersten Überlegungen zur Generalsanierung angestellt.

Wegen den Zuschüssen müssen die Südstadt im Sanierungsgebiet der Sozialen Stadt und die Neugestaltung des Bereichs Eichendorffstraße und Adalbert-Stifter-Straße zusammen durchgeführt werden. Zu den laufenden oder abgeschlossenen Bauleitplanverfahren gehören die Ochsenhut, die Pfarrgasse in Hütten, die Josef-Bertelshofer-Straße und Gößenreuth. Fertiggestellt wurde die Sanierung im "Haus der Vereine" und das Feuerwehrhaus in Gmünd. Hier sei eine tolle Arbeit von seiten der Feuerwehr geleistet worden.

Das Stadtoberhaupt berichtete auch vom Ausbau der Breitbandversorgung in Gmünd, im Hüttener Industriegebiet, Bahnhof und Birketäcker sowie in der Creußenaue im Gründerzentrum. Dies sollte bis spätestens Anfang Mai 2016 abgeschlossen sein. Als "sehr schöne Aktion mit 500 Leuten" bezeichnete Knobloch die offizielle Eröffnung der Schönbergbühne nach umfassender Sanierung. "Es ist die schönste Naturbühne Bayerns! Ein Schönbergfest findet eventuell bereits im kommenden Jahr statt", meinte er. Angesprochen wurde auch die Wiedereröffnung des Kultur- und Militärmuseums mit der neuen Ausstellung. "Es ist ein Schmuckstück", schwärmte der Bürgermeister. Über die Flüchtlingsproblematik sagte er: "Insgesamt sind 54 Flüchtlinge hier, die zum Teil im Michaelswerk untergebracht sind und eine gute Betreuung haben."

Eine würdige Gedenkveranstaltung war am 8. April, als an die Bombardierungen und 70 Jahre Frieden erinnert wurde. Mit den Österreichern wurde die 20-jährige Städtepartnerschaft im Juni gefeiert. Seitdem gibt es auch einen "Grafenwörther Platz" in Grafenwöhr. Mit einer Kapitalerhöhung bis ins Jahr 2020 wurden auch die Weichen für das Gründerzentrum gestellt. Momentan sei dies zu rund 50 Prozent ausgelastet. Im Bezug auf die Märkte sagte Knobloch: "Es geht weiter mit dem Annamarkt." Der Wochenmarkt, den es seit 23. April gibt, wird auch im Winter abgehalten. Einen Aktionstag mit Glühwein und vielem mehr wird es am 3. Dezember geben. Lob gab es für die Firma Zechmayer, die eigentlich schon "Global Player" sind sowie für die Wellpappenfirma SMT und Druckerei Hutzler, die umgezogen sind beziehungsweise erweitert haben.

Danach gab es reichliche Wortmeldungen. Da es einen neuen Grüngutcontainerplatz am Neuen Weg gibt, wurde gefragt, ob dort auch Platz für kleinere Elektrogeräte wäre. Interesse gab es für das ehemalige Bilfinger-Gebäude mit der Nachfrage, was damit geschehe. "Es sind Interessenten da, aber die Stadt möchte warten, bis es eine Gesamtlösung gibt. Ein Ärztehaus wäre bestens geeignet, aber für einige Fachärzte gibt es in Grafenwöhr keinen Sitz. Ich habe die Hoffnung für ein Ärztehaus trotzdem noch nicht aufgegeben. Es gibt auch noch einen anderen Interessenten, musste ihm aber zusichern, nicht offen darüber zu reden", betonte Knobloch.

Ein Problem in der Bevölkerung stellt auch das wilde Herumlaufen von Hunden in der Wolfgangsiedlung dar. Wenn ein Hund nicht am Reh gesehen wird, könne nichts unternommen werden. Dazu bezog auch Jagdvorsteher Reinhard Kraus Stellung und richtete seinen Appell an die Hundehalter: "Die Hunde dürfen nicht frei herumlaufen!"
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