Geomagnetik

Hinter dem Begriff Geomagnetik verbirgt sich ein wissenschaftlich recht anspruchsvolles und kompliziertes Verfahren, das man - allerdings sehr vereinfacht - so beschreiben kann: Mithilfe eines hochempfindlichen Messgeräts wird die Intensität des Erdmagnetfelds gemessen, das an der Oberfläche ziemlich regelmäßig ist.

Interessant für den Archäologen sind nun aber nicht diese "normalen" Magnetfeldwerte, die in unseren Breiten circa 48 000 nT (Nanotesla) betragen, sondern die in der Regel tiefer gelegenen Abweichungen. Die wiederum basieren darauf, dass verschiedene Materialien, abhängig im wesentlichen von den in ihnen enthaltenen Eisenverbindungen, eine unterschiedliche Magnetisierbarkeit aufweisen. Im Vergleich zum sie umgebenden Boden stellen sie damit Anomalien dar. Deren Grad der Magnetisierung wird exakt gemessen. Die Datenmengen werden dann mit Hilfe eines digitalen Bildverarbeitungsprogramms ausgewertet. Dabei entsteht ein Magnetogramm, das außer Weiß und Schwarz unterschiedliche Graustufen aufweist, die dann interpretiert werden müssen, etwa so wie ein Arzt ein Ultraschallbild auswertet.
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