Georg Grosser erinnert sich an seinem 85. Geburtstag an seine Lehre in Haselmühl - Lange ...
Aus der Backstube in den Wald geflüchtet

Arm in Arm gehen Monika und Georg Grosser (vorne, von links) schon seit bald 60 Jahren durchs Leben. Zum 85. Geburtstag des Bäckermeisters gratulierte neben der Familie und vielen Vereinen auch 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner (Zweiter von rechts). Bild: sam
Im Kreise seiner Familie feierte Bäckermeister Georg Grosser seinen 85. Geburtstag. Den Glückwünschen schloss sich auch 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner im Namen der Marktgemeinde an.

Georg Grosser ist in Rieden geboren und wuchs mit fünf Geschwistern hier auf. Er machte sich insbesondere durch den Betrieb der Bäckerei Grosser in Rieden einen Namen. Für die Infrastruktur der Ortschaft war und ist der Bäckereibetrieb mit einstiger Gastwirtschaft und früherer Landwirtschaft stets eine große Bereicherung gewesen. Deshalb ist es für die Marktgemeinde sehr erfreulich, dass die Bäckerei von Grossers Sohn Georg jun. schon seit der Übergabe 1991 in bewährter Weise fortgeführt wird.

Georg Grosser schloss direkt an seine Schulzeit in Rieden mit 14 Jahre eine Bäckerlehre in Haselmühl an. Er erinnert sich noch daran, wie er 1944 direkt aus der Backstube in den Wald flüchtete, als Haselmühl bombardiert wurde. Nach seiner Lehre wechselte er in den elterlichen Bäckereibetrieb mit Landwirtschaft und Gastwirtschaft am Riedener Marktplatz zurück. Er führte dann eine Familientradition fort, die laut Georg Grosser jun. bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreicht. Lediglich sein Urgroßvater hatte mal eine Pause im Bäckereifach eingelegt. 1956 übernahm der Jubilar den Familienbetrieb und führte ihn bis 1991. Berufliche Veränderungen brachten 1995 seinen Sohn dazu, die Gastwirtschaft einzustellen. Interessant ist, dass die letzten drei Inhaber der Bäckerei alle Georg Grosser hießen.

Georg Grosser heiratete 1958 in Rieden Monika Grosch. Auch sie brachte viel Herzblut in die Entwicklung des Familienbetriebs ein. Aus der Ehe entstammen sechs Kinder, fünf davon Mädchen. Zwischenzeitlich gehören sieben Enkel und zwei Urenkel zur Großfamilie.

Seine Heimatverbundenheit zeigte der Jubilar auch durch die Mitgliedschaft in vielen Vereinen. Seine große Leidenschaft war jedoch die ambitionierte Brieftaubenzucht.
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