Gerätehaus-Umbau bis 2018

Vor großen Herausforderungen steht die Feuerwehr Großensees: Zum einen ist die Restaurierung der Vereinsfahne geplant, zum anderen sind der Umbau und die Sanierung des Gerätehauses vorgesehen.

Vorsitzender Matthias Härtl betonte bei der Jahresversammlung im Gasthaus "Finkenstich" in Themenreuth, dass das Feuerwehrhaus für die Zukunft ausgerichtet werden müsse. Im Innenbereich des Gebäudes seien umfangreiche Umbauarbeiten nötig. Die Maßnahmen sollen in enger Abstimmung mit dem Schützenverein erfolgen. Mit den Vorplanungen habe man bereits begonnen.

Erhebliche Mängel

An der Vereinsfahne aus dem Jahr 1923, einst als "Prunkfahne" bezeichnet, habe eine Fachfirma erhebliche Mängel festgestellt. Nun würden mehrere Angebote für eine Restaurierung eingeholt. Ziel ist es laut Härtl, beide Projekte bis 2018 abzuschließen - denn dann feiert die Feuerwehr ihr 120-jähriges Bestehen.

Eingangs informierte der Vorsitzende, dass derzeit 163 Mitglieder zum Verein zählen. Die Wehr habe an allen weltlichen und kirchlichen Festen in der Gemeinde teilgenommen. Als Erfolg bezeichnete Härtl das mit dem Schützenverein ausgerichtete erste Weinfest im Juli vergangenen Jahres. Gut besucht gewesen sei auch ein gemeinsamer Kappenabend. Im Rahmen des Ferienprogramms organisierte die Wehr einen Ausflug ins Ferienland Schloss Thurn. Für heuer kündigte der Vorsitzende ein dreitägiges Zeltlager an.

Kommandant Thomas Lindner berichtete, dass derzeit 48 Aktive Dienst leisten. Hinzu kommen 9 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Dreimal habe die Wehr im vergangenen Jahr ausrücken müssen, wobei es sich einmal um einen Verkehrsunfall mit einem Todesopfer handelte. Während der Brandschutzwoche habe sich die Truppe an einer Großübung in Hungenberg beteiligt. Im Mittelpunkt stand laut Lindner das Legen einer Schlauchleitung über eine längere Strecke.

Erfreut stellte der Kommandant heraus, dass 32 Aktive an verschiedenen Leistungsprüfungen teilgenommen hätten - durchwegs mit Erfolg. Themenschwerpunkte im Übungsplan dieses Jahres seien die Funkausbildung, das Absperren von Unfallstellen, die Verkehrsumleitung, der Löschaufbau sowie Hydranten-Begehungen. Neu ausgestattet werden die Aktiven nach und nach mit neuen Feuerwehrstiefeln aus Leder. Die Kosten trügen die Gemeinde und der Verein, so Lindner. Der Antrag auf ein eigenes Feuerwehrfahrzeug sei wegen der angespannten Haushaltslage von der Gemeinde vorerst zurückgestellt worden. Jetzt suche die Wehr nach alternativen Möglichkeiten.

Seit 60 Jahren im Verein

Anschließend folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Seit 60 Jahren sind Josef Haberkorn, Michael Wührl und Hermann Hecht bei der Feuerwehr. Vor 25 Jahren traten Martina Fuhrmann, Norbert Haberkorn, Andreas Männer, Thomas Lindner und Christian Weiß bei.

Bürgermeister Johann Burger dankte im Namen der Gemeinde für die gezeigte Einsatzbereitschaft. Wie schwierig ein Einsatz sein könne, habe der tödliche Unfall auf der B 15 gezeigt. Burger lobte das Miteinander innerhalb der Feuerwehr und auch das Zusammenwirken mit den Schützen. "Gemeinsam lässt sich etwas erreichen", sagte Burger und sicherte auch für die Zukunft die Unterstützung durch die Gemeinde zu.

Höherer Jahresbeitrag

Einig waren sich die Mitglieder, den Mitgliedsbeitrag von 10 auf 15 Euro zu erhöhen. Als Grund wurden die gestiegenen Ausgaben genannt.
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