Gerechtes Remis

Das Top-Spiel der Landesliga Mitte zwischen Spitzenreiter SV Etzenricht und der Zweitplatzierten DJK Ammerthal endete mit einer gerechten Punkteteilung.

Etzenricht. (war) In dem bis zum Schlusspfiff spannungsgeladenen Derby gab es vor einer tollen Kulisse ein leistungsgerechtes Remis. Etwa 25 Minuten diktierte der Gast aus dem Amberger Vorort das Geschehen, spielte kontrollierten Fußball und hatte klare Vorteile. "Wir haben in den ersten 25 Minuten keinen Zugriff gewonnen, die DJK war bis zu diesem Zeitpunkt das klar bessere Team", räumte SVE-Trainer Michael Rösch ein, analog äußerte sich auch sein Kontrahent Thomas Adler. Im Kommentar zur gesamten Spielzeit drifteten die Auffassungen auseinander. "Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft", urteilte Adler und Rösch bestätigte seiner Truppe Moral und die Fähigkeit, sich in das Spiel zurückzukämpfen. "Das 1:1 ist in Ordnung. Aufgrund des zweiten Durchgangs hätte sich Ammerthal auch nicht über eine 1:2-Niederlage beschweren können".

Das 0:1 war von Goalgetter Michael Jonczy herrlich vorbereitet. Er tanzte auf dem rechten Flügel zwei Etzenrichter aus und legte präzise nach innen, wo den aus dem Rückraum kommenden Tobias Laurer kein SV-Abwehrspieler auf der Rechnung hatte. Die beste eigene Gelegenheit Jonczys vereitelte Andreas Koppmann (25.). Der SVE musste auf Klaus Herrmann (Leistenverletzung) und Tobias Scharl (Grippe) verzichten, die Umstellungen wirkten sich anfangs eher hemmend aus. Nach dem ersten Eckball für die Platzelf (35.) kam Schwung in die Angriffe. Herrmann-Ersatz Matthias Dietl setzte sich durch, doch seine scharfe Hereingabe (38.) fand keinen Abnehmer. Etzenricht war zurück im Spiel.

Sofort nach dem Seitenwechsel tauchte Jonczy (47.) vor Michael Heisig im SVE-Tor auf. Dieser bereinigte die Situation mit einem großartigen Reflex. Wiederum setzte Jonzcy (54.) einen Flachschuss neben den Pfosten. Aber längst lief der Ball die zweiten 45 Minuten überwiegend in Richtung DJK-Tor. Dietl (51.) feuerte aus zwölf Metern ab, sein Schuss wurde mit einer Fußabwehr abgefälscht, und ein Spannschuss des überragenden Marco Lorenz aus der zweiten Reihe (53.) tanzte auf der Querlatte. Der Ausgleich lag in der Luft und war Sache des agilen Andreas Schimmerer. Flach verwertete er eine zu kurz geratene Abwehraktion aus zehn Metern und ließ das SV-Publikum jubeln. Ammerthal wirkte während dieser Phase ohne Konzept. Mit einer Ausnahme, denn kurz vor Schluss kratzte Florian Hagn einen Schuss von Laurer von der Linie. Allerdings hatte zuvor DJK-Keeper Marcel Schumacher Riesenglück, als er eher passiv eine Granate von Johannes Pötzl (78.) mit dem Ellbogen blockte. Martin Pasieka und der immer wieder über die linke Seite antreibende Andreas Mark brachten die Gästeabwehr mehrfach in Verlegenheit.

Nach einem rassigen Lokalderby hielt der SVE die DJK um zwei Punkte auf Distanz und kann den Spitzenplatz in der Landesliga Mitte dieses Wochenende beibehalten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.