Gertraud Kellner feiert ihren 90. Geburtstag
Garten ihre Freude

Die Jubilarin (sitzend) mit ihren Nichten Brigitte (links) und Edeltraud, Horst Popp, Bürgermeister Herbert Lehner und Gretl Neugebauer (rechts). Bild: cs
Sie hatte nie gedacht, dass sie so alt wird, sagt sie selber, aber am Donnerstag feierte Gertraud Kellner, eine geborene Lehner, ihren 90. Geburtstag. Als jüngstes von 14 Kindern, die teilweise schon im Kleinkindalter verstorben sind (einige verloren im Krieg ihr Leben), ist sie im Auerbacher Ortsteil Ortlesbrunn aufgewachsen und noch einzige Überlebende.

Als tragische Folge einer nicht erkannten Mittelohr-Eiterung mit vier Jahren erlitt sie einen schweren Gehörschaden, mit zwölf Jahren kam sie in die Taubstummenschule in Kloster Zell bei Hiltpoltstein, um die Gebärdensprache zu erlernen. In den darauf folgenden Jahren half sie im landwirtschaftlichen Anwesen ihrer Eltern, das inzwischen vom Bruder geführt wurde. Ab 1955 war sie in einem Arzthaushalt in Degelsdorf beschäftigt. 1963 heiratete sie Cyrill Kellner, der 1988 verstarb. Mit 56 Jahren legte sie erfolgreich die Führerscheinprüfung ab, um aufgrund ihrer Gehbehinderung mehr Mobilität zu erreichen, mit 60 Jahren nahm sie Orgelunterricht. Bis vor zwei Jahren sorgte die Jubilarin für den Kirchenschmuck in der Auerbacher Pfarrkirche, rund sechs Jahrzehnte putzte sie auch das Gotteshaus mit.

Viel Freude macht der Jubilarin immer wieder zu sehen, wie es im Garten blüht und grünt. Noch kann sie dank der Fürsorge ihrer Nichte Edeltraud Popp, deren Ehemann Horst sowie ihrer Nichte Gisela, ein selbstständiges Leben führen. Mit Bürgermeister Herbert Lehner stellten sich als weitere Gratulanten Pfarradministrator Pater Markus Flasinsky und für den Katholischen Frauenbund Gertl Neugebauer ein.
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