Geschichte er(rad)fahren

Dr. Andreas Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen stellte den "Weg des Lebens" vor, der sich durch das Vierstädtedreieck schlängelt. Bild: rn

Dr. Andreas Peterek stellte bei der Eröffnung des Radwegenetzes im Vierstädtedreieck den "Weg des Lebens" vor, der auf 46 Kilometern "maßstabgetreu durch 4,6 Milliarden Jahre der Geschichte unserer Erde führt".

"In einem Raum-Zeit-Maßstab durchfahren Sie pro Kilometer 100 Millionen Jahre", verkündete Peterek vom Geopark Bayern-Böhmen. Er informierte über die mehr als 20 Schautafeln, die auf der Strecke zwischen Pressath, Grafenwöhr, Eschenbach, Kirchenthumbach, Speinshart und Barbaraberg Wissenswertes über das Wunder des Lebens bieten. Einer Liebeserklärung glich seine Beschreibung der Route, die durch weite Tallandschaften und verschiedenartige Wälder, vorbei an unzähligen Weihern und Teichen und über luftige Höhen mit herrlichen Ausblicken führt. Dabei werde Raum zum Meditieren und Nachdenken gegeben.

Peterek gab einen Vorgeschmack auf das, was der Geo-Radweg dem aufmerksamen Radler bietet. Er vermittle vor allem eines: wie lange es gedauert hat, bis sich aus organischen Substanzen selbst reproduzierendes Leben entwickelt hat. Angefangen bei kleinsten Archäobakterien, über Symbiosen und Endosymbiosen zu Mehrzellern und komplexeren Lebensformen, die erst vor 600 Millionen Jahren entstanden seien. Dies müsse man "einfach mal rad(er)fahren".

Als Bestandteil des Weges nannte er neben den Informationstafeln die Zeitmarken und Kilometerschilder. Bei jedem geschafften Kilometer informiere ein solches über eine andere Zeit, allerdings nicht im Minuten- oder Stundenrhythmus, sondern in jeweils 100 Millionen Jahren. Als Alternativangebot zum Gesamtweg nannte Peterek die 25 Kilometer lange Eschenbach-Runde und die 17 Kilometer lange Pressath-Runde. "Mit der Wegeführung des Wegs des Lebens ist es uns gelungen, eine landschaftlich äußerst reizvolle Route durch das Vierstädtedreieck anzubieten", war er überzeugt. Es sei Absicht gewesen, möglichst alle Gemeinden in diesem Teil des Oberpfälzer Hügellandes einzubinden.

Dank sagte Peterek den Mitarbeitern, Unterstützern und Geldgebern des Projekts, mit denen dem wachsenden und grenzüberschreitenden Geopark Bayern-Böhmen ein weiterer Baustein ermöglicht wurde. In der Region sei durch die Beiträge der Gemeinden etwas äußerst Attraktives geschaffen worden.
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