Geschichtliches Sprachrohr

Langjährige Mitglieder des "Stadtturms" wurden bei der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet. Im Bild sitzend von links Vorsitzender Peter Egerer und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder, stehend Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins, Anton Rauen, Vroni Pamler, Gisela Hösl und Erhard Helgert. Bild: hm

Der aufmerksame Leser des neu herausgegebenen Kirchenführers der Pfarrei Pfreimd stößt bereits auf der ersten Textseite auf eine markante Jahreszahl. Sie gibt der Pfarrei im kommenden Jahr Anlass zur Feier eines herausragenden Jubiläums.

Pfreimd. (hm) "Nachdem 1216 das Dorf Pfreimd mit seinem Stift auf Betreiben der Gräfin Helwiga von Pfreimd (. . .) von der Urpfarrei Perschen abgetrennt und eigene Pfarrei wurde. . ." so lautet die maßgebliche Textstelle. Stadtpfarrer Pater Dr. Xaver Parambi nahm deshalb in der Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises "Der Stadtturm" die Gelegenheit wahr, auf das bevorstehende Jubiläum "800 Jahre Pfarrei" im Jahr 2016 hinzuweisen und die Mitglieder des Arbeitskreises um Unterstützung bei der Gestaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten zu bitten.

Heimatforscher gefordert

Insbesondere die Erarbeitung der historischen Quellen stellt ein umfangreiches und schwieriges Betätigungsfeld für Heimatforscher dar. Christoph Schnabel konnte sich vorstellen, dass diese Aufgabe durchaus auch Teil einer Diplom- oder Facharbeit eines Studenten sein könnte. Hans Paulus berichtete, dass er zusammen mit Reinhard Steindl bereits an der Zusammenstellung einer Bilddokumentation der Pfarrei arbeite. Hermann Gebhard regte an, das Pfarreijubiläum auch in der Jahresschrift 2016 des "Stadtturm" als Schwerpunkt zu setzen. Ein Festvortrag, eine Ausstellung und natürlich auch entsprechende Gottesdienstfeiern sind weitere mögliche Elemente im Festprogramm, dessen Erarbeitung Aufgabe einer Projektgruppe, die sich am 4. Februar erstmals trifft, sein wird.

Großes Aufgabenspektrum

Als bedeutsamen Kulturträger mit einer Vielzahl von Aktivitäten würdigte Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins die Arbeit des Heimatkundlichen Arbeitskreises "Der Stadtturm". Die Erhaltung historischer Bausubstanz und die Dokumentation der Heimatgeschichte durch die Herausgabe der Jahresschriften seien nur ein Teil des Aufgabenspektrums, dem sich der Arbeitskreis widme. Als große Herausforderung sah sie das Bemühen, "auch die junge Generation für unsere Vergangenheit sensibel zu machen". Dr. Mertins appellierte an die Mitglieder: "Bleibt das geschichtliche Sprachrohr für unsere Stadt". Auch Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder outete sich als begeisterte Leserin der Jahresschriften und würdigte das vielfältige Engagement des "Stadtturm".

Den Grußworten voraus ging der Jahresbericht des Vorsitzenden Peter Egerer. Er blickte auf Vorträge von Dr. Schießl über Doktor Eisenbarth sowie von Helmut Friedl mit "Bildern aus Pfreimd" zurück. Die Ausgrabungen in Iffelsdorf wurden finanziell unterstützt. Ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit bestehe in der Herausgabe der Jahresschrift, wofür der Vorsitzende vor allem Helmut Friedl und Hubert Amode dankte. Mitarbeiter seien immer willkommen. Hans Paulus kümmert sich um die weitere Restaurierung der Klosterkrippe. Die Aufgabe des Arbeitskreises als Ortsheimatpfleger solle auf eine neue Basis gestellt werde, berichtete Egerer weiter.

Im Ausblick auf 2015 kündigte der Vorsitzende einen weiteren Vortrag von Helmut Friedl am 27. Februar an. Am 20. März stehe das Thema "Jan Hus" auf dem Programm. Im September wird die Landesausstellung in Ingolstadt (Napoleon und Bayern) besucht. An alle Mitbürger richtete der Vorsitzende die Bitte, die Arbeit des Vereins zu unterstützen.
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