Geschichtsträchtiges Gelände

Dem Marathon-Team Pegnitztal liegen auch kürzere Strecken. Beim Burgen- und Schlösserlauf in der Gemeinde Etzelwang stellte es die meisten Staffeln, darunter die souveränen Sieger. Um "Silber" und "Bronze" ging es hauchdünn zu.

Rechtzeitig zum 11. Burgen- und Schlösserlauf der Vereinigung freier Touristen Nürnberg (VfTN) stellte sich am Wochenende sonniges Herbstwetter ein. Darüber freuten sich 25 Staffeln, darunter sechs Damen-Teams.

Vom altehrwürdigen Schloss in Kirchenreinbach starteten die ersten Läufer in Richtung München (Gemeinde Hirschbach). Auf ihrer 4500-Meter-Strecke lagen rund 100 Höhenmeter vor ihnen. Der Waldweg auf den Münchner Höhen führte in Richtung Hauseck; ein Weiler, den um 1340 eine stattliche Burg krönte.

Ein "giftiger" Anstieg

Die zweite Etappe mit einer Länge von 5750 Metern führte durch das romantische Schöpfental. Eingebettet zwischen von Felsen überragten Bergen, leitete es die Läufer nach Gerhardsberg. Ein "giftiger" Anstieg hinauf auf den Parkplatz unterhalb Rupprechtstein zehrte an ihren Kräften. Dort oben dürfte um 1100 eine Burg entstanden sein. Der letzte Abschnitt führte auf einer Länge von 3150 Metern nach Tabernackel, am 500 Jahre alten Schloss Neidstein vorbei, zurück nach Kirchenreinbach. Während des Staffellaufs hielten sich Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes aus Neukirchen bereit. Sie brauchten nur nach einigen Stürzen ohne ernsthafte Folgen einzugreifen.

Schirmherr Bürgermeister Roman Berr lobte die Vereinigung freier Touristen Nürnberg mit ihrer Sektion in Kirchenreinbach für die aufwendige Organisation. "Dieser Staffellauf zu den historischen Stätten innerhalb der Gemeinde Etzelwang bildet ein herausragendes sportliches Ereignis", betonte er.

Die Siegerehrung beim Gasthaus Glöckner nahm Sektionsleiter Günther Späth vor. Voraus schickte er Worte des Dankes an die vielen Helfer dieses Crosslaufs. Zusammen mit Bürgermeister Roman Berr überreichte er jeder Mannschaft eine Urkunde und ein Geschenk.

Siegerzeit 52:26 Minuten

Als schnellste Herren liefen Tumovec/Grallath/Strobel vom MTP Hersbruck die 13,4 Kilometern in 52:26 Minuten. Das enge Rennen um den Silber-Platz entschied der TST Ammerthal mit Weiß/Teiwes/Herold in 53:15 Minuten für sich. Vier Sekunden später beendete der RSC Neukirchen mit Rabenstein/Rubenbauer/Trautmann das Rennen.

Das Trio Fehm/Neiswirth/Götz gewann für den SV Hahnbach in 1:04:18 Stunden die Damenwertung. Auf dem zweiten Platz landeten die Lokalmatadorinnen der VfTN-Sektion mit Sertl/Zahner/Sertl in 1:04:50 Stunden. Deutlich dahinter folgten die Dritten Riedel/Langer/Tumovec vom MTP Hersbruck in 1:10:51 Stunden.

Strecken-Beste geehrt

Bestzeiten markierten bei den Herren auf der ersten Strecke Armin Reinhardt vom DAV Hersbruck in 17:21 Minuten, auf dem zweiten Abschnitt Carsten Teiwes vom TST Ammerthal mit 22:42 Minuten und auf der Schlussetappe Luca Strobel vom RSC Neukirchen mit 10:11 Minuten.

Bei den Damen setzte sich als Starterin Kim Riedel vom MTP Hersbruck mit 23:12 Minuten von der Konkurrenz ab. Julia Neiswirth vom SV Hahnbach machte in 26:23 Minuten auf der Mittelpassage das Rennen. Das letzte Teilstück schaffte Claudia Sertl von der Sektion in Kirchenreinbach als Schnellste in 13:38 Minuten.

Der Preis für die Meistbeteiligung ging an das Marathon-Team Pegnitztal (MTP) Hersbruck, das sechs Mannschaften stellte. Bei einer Verlosung lachte das Glück einer Reihe von Sportlern, die Gutscheine verschiedener Geschäfte mitnahmen.
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