Gestärkt in den Urlaubstag

Allianz-Manager Diplomingenieur Martin Schmid führte als Moderator durch die Veranstaltung. Bild: ak

Neue Ideen zur Stärkung der Region Steinwald und Umgebung sind gefragt. Vor allem im Tourismus wird eine Chance gesehen, den Landkreis zu einer Wohlfühl- und Bio-Region aufzuwerten. Dabei können unter anderem Öko- und Bioprodukte und vieles mehr eine entscheidende Rolle spielen.

Zum 2. Tourismustag trafen sich auf Einladung der Steinwald-Allianz Bürgermeister und Tourismussachbearbeiter der Mitgliedsgemeinden sowie Gastgeber und Gastronomen zu einem Fachgespräch. Vorher führte Sandra Hörl die Teilnehmer auf und um den Armesberg. Sie stellte den Wallfahrtsort, dessen Geschichte und seine Sagen vor. Anschließend fand nach einem gemeinsamen Abendessen eine "Open-Space-Sitzung" statt.

Allianz-Manager Diplomingenieur Martin Schmid hieß als Moderator die Teilnehmer der Arbeitssitzung willkommen. Sein besonderer Gruß galt den beiden Bürgermeistern Günter Kopp und Gottfried Härtl sowie Sachgebietsleiter Peter Knott vom Landratsamt Tirschenreuth. Er berichtete kurz von der letzten Veranstaltung des Tourismusverbandes Oberpfälzer Wald. Dabei stand die Online-Buchung im Mittelpunkt.

In einer offenen Diskussionsrunde wurden anschließend unter der Prämisse des "Gesetzes der zwei Füße" vier Arbeitskreise gebildet. In diesen konnten sich die Besucher freiwillig zuordnen, einbringen und wechseln. "Unser Ziel ist es, Problemfelder und Chancen im Tourismus in unserer Region zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu finden, um dagegen etwas zu tun", erklärte Schmid. Der Fokus der vier Arbeitskreise lag auf den vier Bereichen Gästeführung und -führer, neue Chance Ökotourismus, das gute Frühstück und Internetauftritt. In den Arbeitskreisen sammelten die Teilnehmer Ideen zu den Zielthemen und stellten sie in der Schlussbesprechung mit an die Pinnwand gehefteten bunten Zetteln vor. Für den Bereich Gästeführer, -führung berichtete Martin Schmid von den Ergebnissen. Geklärt werden müsse der Versicherungsschutz der Gästeführer.

Informationsdefizit

Dieser ist bei geprüften Gästeführern dann gewährleistet, wenn diese Mitglieder des Verbandes oder für anerkannte Institutionen wie Steinwald-Allianz, Geopark oder Heimatkundlichen Arbeitskreis tätig sind. Der Hinweis an Teilnehmer von Führungen "Teilnahme auf eigene Gefahr" sollte auf jeden Fall gegeben werden. Ein Informationsdefizit sah man bei den Führern selbst, die regional erfasst und bekannt gemacht werden müssen. Zudem muss die Kontaktaufnahme zwischen Führer und Gäste durch Infos erleichtert werden. Dabei ist man insbesondere auf den Gastgeber angewiesen. Das Feld Ökotourismus beackerte Günther Erhardt in seinem Arbeitskreis.

Eine Chance, den Tourismus anzukurbeln, sah man mit Ökoangeboten und Bioprodukten auf den Gesundheitsfaktor der Urlaubsgäste zu zielen. Zum einen sind körperliche Betätigung und Sportangebote wie geführte und ausgeschilderte Radtouren, Bauern-Golf, Wanderrouten für alte Altersschichten ein neuer Zielpunkt. Als zweites wirbt das Feld Biolebensmittel und -speisen in der möglichen Bioregion Steinwald um gesundheitsbewusste Gäste. Ob Biobier und -schorle, ein zertifiziertes Gesundheitsfrühstück oder Salatbuffet mit regional erzeugten Bioprodukten - alles ist möglich und zielt auf gesundheitsbewusstes Klientel ab. Dazu sollen die Bioanbieter vernetzt werden und ihre Höfe per Biokarte oder Internetseite den Gästen bekannt gegeben werden. Bei der Zertifizierung darf aber der bürokratische und finanzielle Aufwand nicht unbeachtet bleiben.

Dieser Bereich könne zu einem Alleinstellungsmerkmal führen. Friedenfels' Bürgermeister Gottfried Härtl hatte sich um das gesunde Frühstück bekümmert. "Mit einem guten, reichhaltigen und gesunden Tag öffnen wir für unsere Gäste den erlebnisreichen Urlaubstag", war seine Vorstellung. Dabei sollen regional-ökologische Produkte gereicht werden. Qualität und Vielfalt, die Freundlichkeit des Personals und der gemütlich ausgestattete Frühstücksraum sind entscheidende Vorgaben. Der Spagat Kosten und Preisgestaltung sei dabei zu beachten.

Neuer Internetauftritt

Die Ideensammlung zum neuen Internetauftritt stellte Christine Trenner vor. Die Geschäftsstelle wird mit einer gemeinnützigen Institution, die im Programm "Bayern vernetzt" mitwirkt, wegen des Aufbaus einer neuen Homepage Kontakt aufnehmen.

Dreisprachige Menüführung und Inhalte sind ein Muss. Wander- und Radwegenetze, die Verbindung zu Smartphone und Tablet-PC gehören zum Inhalt. Zudem muss die Homepage selbst gepflegt werden können und interaktive Karten, Gästeverzeichnisse für Urlauber und Einheimische bieten. Auch Onlinebuchungsmöglichkeiten oder -verweise sind künftig enthalten. Mit einem großen Pack an Ideen für die Geschäftsstelle der Steinwald-Allianz schloss die kreative Veranstaltung.
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