Gewerbe wartet auf Gebiet

CSU-Ortsvorsitzender Christian Riedl, MdB Albert Rupprecht (von links), zweite Bürgermeisterin Andrea Lang, Bürgermeister Rainer Rewitzer und Geschäftsführer Ulrich Friedrich (von rechts) diskutierten mit den Gästen beim Bürgergespräch im Aufenthaltsraum der Firma Friedrich. Bild: bey

Die Burkhardsriether Bevölkerung ist mit der Ausstattung und Gestaltung ihres Orts zufrieden. Beim Bürgergespräch mit MdB Albert Rupprecht im Aufenthaltsraum der Firma Friedrich wurden - bis auf wenige Ausnahmen - keine Klagen und Wünsche laut.

Gedanken machen sich die Burkhardsriether nur über die Sicherheit und Tragfähigkeit der Brücke über die Pfreimd. Bürgermeister Rainer Rewitzer verneinte aber jegliche Ängste vor Gefahren. Die Brücke müsse wohl in absehbarer Zeit neu gebaut werden. Doch bei Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen halte das Bauwerk auch dem jetzigen Verkehr mit schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen stand, betonte Pleysteins Stadtoberhaupt.

Kampf um Gewerbegebiet

Dessen größere Sorgen gelten aber der Ausweisung von Gewerbe- und Mischgebietsflächen. Der Bürgermeister machte Rupprecht klar, dass dafür genügend Interessenten vorhanden seien. Doch landschaftsschutzrechtliche Bedenken des Landratsamts Neustadt/WN würden beispielsweise einer auch nur begrenzten Nutzung der Talaue des Zottbachs im Bereich des Gewerbegebiets Bremhof widersprechen. Auch wenn dort nur Parkplätze angelegt würden, gebe es Probleme. "Der Landschaftsschutz zwingt uns in ein enges Korsett". Seitens des Landratsamts sei ihm sogar nahegelegt worden, ansiedlungsbereite Unternehmen an andere Gemeinden zu verweisen. Rewitzer sieht die Notwendigkeit, trotz Fremdenverkehr auch den Ausbau der Gewerbegebiete nicht zu vernachlässigen. Der Abgeordnete legte in dem Gespräch nahe, alle Spielräume auszunutzen, um die Erweiterung des Gewerbegebiets zu ermöglichen.

Mit der Sanierung des Freibads sprach der Bürgermeister ein zweites "heißes Eisen" an. Die geschätzten Sanierungskosten in Höhe von vier Millionen Euro könne die Stadt Pleystein angesichts der laufenden Haushaltskonsolidierung mit staatlichen Finanzzuweisungen nicht aufbringen. Staatliche Hilfen seien nicht zu erwarten, hat Rewitzer bei einem Gespräch mit Finanzminister Dr. Markus Söder bereits erfahren. Rupprecht empfahl das Modell der Gemeinde Immenreuth zur Sanierung des Freibads auf Anwendungsfähigkeit zu prüfen, wie auch alle anderen möglichen Fördertöpfe. Gerade die Nähe zur Grenze lasse hoffen, dass auch seitens der Europäischen Union eventuelle Zuschüsse gewährt würden, meinte der Abgeordnete. Zum Abschluss des Gespräches nahm Rupprecht kurz zum Flüchtlingsproblem Stellung. "Unbegrenzt geht gar nichts", war seine klare Aussage zur Aufnahme von Flüchtlingen. Gleichfalls sprach sich der Bundestagsabgeordnete für eine schnelle Abschiebung von Personen aus sicheren Ländern aus.

Betriebsbesichtigung

Vor dem Bürgergespräch besichtigte Rupprecht die Firma Hermann Friedrich. Das Burkhardsriether Unternehmen darf sich Deutschlands Marktführer in der Ziehstein-Polierung nennen und hat weltweite Geschäftsverbindungen. Ulrich Friedrich, Sohn des Firmengründers und Geschäftsführer der Ziehstein-Poliererei GmbH, stellte dem Abgeordneten das Unternehmen bei einem Rundgang vor.
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