Gewerbegebiet "einseitig geplant"

27 Seiten umfassten die Stellungnahmen, Einsprüche und Anregungen zur ersten Auslegung des Gewerbegebietes Ost/Zweifelau. Der Gemeinderat handelte Punkt für Punkt ab. Er beschloss, die berechtigten Forderungen in die Planunterlagen einzuarbeiten und das zweite Beteiligungsverfahren auf den Weg zu bringen.

Immenreuth. (bkr) Vier Wochen wird dies in Anspruch nehmen. Die öffentliche Auslegung wird eine Woche später erfolgen. Das Wort zum Tagesordnungspunkt "Gewerbegebiet" übertrug Bürgermeister Heinz Lorenz Dipl.-Ing. Matthias Rühl von der Arge Stadt & Land aus Neustadt/Aisch. Er hatte das vorliegende Abwägungsverfahren erarbeitet. Rühl verlas die wesentlichen Teile mit den dazugehörigen Beschlussvorschlägen. Gravierende Änderungen für den Bebauungsplan waren nicht enthalten.

Die Regierung der Oberpfalz bemängelte jedoch den immer noch fehlenden rechtskräftigen Flächennutzungsplan für den gesamten Gemeindebereich. Sie forderte auf, diesen zu erstellen. Der vorgelegte Teilflächennutzungsplan für das Umfeld des Gewerbegebietes reichte der Regierung nicht aus. Ebenso machte sie zur Bedingung, alle weiteren Planungen der Firma Markgraf, die über die Ausdehnung des Betriebsgeländes nach Osten und den Bau des Schulungszentrums hinausgehen, anzufordern und einzuarbeiten.

Plan komplett überarbeiten

Der Flächennutzungsplan muss laut Bürgermeister Heinz Lorenz gänzlich überarbeitet werden. Die Arbeiten dafür wurden 2005 eingestellt. Sonderflächen wie die Solaranlagen müssen aufgenommen werden. Nach den Worten von Verwaltungsleiter Wolfgang Kilgert kann in den nächsten vier Wochen mit der Neuaufstellung begonnen werden. Bis zur Rechtskraft können eineinhalb Jahre ins Land gehen.

Die Regierung sah im Entwurf für das Gewerbegebiet auch eine einseitige Planung zugunsten eines Betriebes. Sie verlangte zusätzlich Schallschutzmaßnahmen. Eine Alternative für die Erweiterung nach Osten oder eine Verlegung des Betriebs gibt es nach einstimmiger Auffassung des Gemeinderats nicht. Das Gremium verwies vielmehr gleichzeitig auf die große Bedeutung der Bauunternehmung als Arbeitgeber für die gesamte Region.

Vier Meter hoher Wall

Einen Lärmschutzwall von vier Metern zum Wohngebiet fordert das Landratsamt. Damit könnten die Emissionsgrenzen um 30 Dezibel unterschritten werden. Begrünung, Baugrenzen und die Auflassung der Wilhelm-Markgraf-Straße bedürfen nach Auffassung der Behörde Korrekturen. Im Prinzip mit den Planungen einverstanden war die Untere Naturschutzbehörde. Auf Hinweise und kleinere Anregungen beschränkten sich die übrigen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange.
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