Gipfeltreffen der Feuerwehren

"Wasser marsch!" beobachten hier Bürgermeister Klaus Meyer, Bürgermeisterin Eva Procházková aus Stara Voda (Altwasser) und Pfarrer Pavel Urban aus Marienbad (Mitte von links).

Erst löschte man den angenommenen Brand, dann den Durst. Da spielte es fast keine Rolle, ob der eine Feuerwehrmann deutsch und der andere tschechisch spricht. Das bewies sich bei einem ungewöhnlichen Einsatz am Tillenberg.

Für die deutsch-tschechische Feuerwehrübung auf dem Tillenberg mussten zunächst einmal einige Hindernisse überwunden werden: Die vorgesehene Route war nicht von allen Fahrzeugen und Fahrern zu bewältigen. Aber letztendlich gelang es über Ausweichrouten doch noch, alle teilnehmenden Feuerwehren auf dem Gipfel zu vereinen.

So begann für 60 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus Neualbenreuth, Ottengrün, Hardeck, Mähring, Stará Voda (Altwasser) und Tri Sekery (Dreihacken) bei strahlendem Sonnenschein die Übung. Sie stand unter der Leitung des Neualbenreuther Feuerwehr-Kommandanten Lorenz Frank. Er erläuterte die Aufgabe: "Es soll Wasser über eine sehr lange Strecke in Zusammenarbeit mit der tschechischen Feuerwehr gepumpt werden."

So wurden in Richtung Gipfel 800 Meter Schlauch gemeinsam verlegt - und dann hieß es endlich: "Wasser marsch". Diese ungewöhnliche Übung ließen sich auch die Bürgermeisterinnen von Stará Voda und Tri Sekery, Eva Procházková und Dagmar Strnadová, der Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer, Vertreter der Gemeinde Mähring und des Freiwilligen Bundes der ländlichen Gemeinden der Mikroregion Marienbad (Marianskolazensko) nicht entgehen. Nach der erfolgreichen "Brandbekämpfung" wurden alle Gerätschaften wieder ordentlich verstaut und die Fahrzeuge nahmen Aufstellung. Pfarrer Pavel Urban aus Marienbad hielt eine kurze Ansprache, in der er die Bedeutung freiwilligen Einsatzes hervorhob. Anschließend segnete er die Feuerwehrleute und ihre Fahrzeuge. Gruß- und Dankesworte kamen von den Bürgermeistern und von Jaroslava Peteriková, Vertreterin des Bundes Marianskolazensko.

Dann konnten die Beteiligten endlich zum gemütlichen Teil der Übung übergehen. Die tschechischen Partner hatten Gulaschsuppe und Kaffee zubereitet, die deutschen Teilnehmer brachten die Getränke mit. Da galt es nun, den bei der Anstrengung entstandenen Durst ordentlich zu löschen.

Etliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren waren zum ersten Mal direkt auf dem Gipfel des Tillenberges. Viele nutzten die seltene Gelegenheit, den Turm zu besteigen. Wanderer stießen zufällig dazu und waren glücklich, das Areal ebenfalls besichtigen zu können. Das herrliche Spätsommerwetter bot eine phantastische Aussicht. So zeigten sich am Ende alle zufrieden über diese gelungene Zusammenarbeit.
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