Glasfaser direkt ins Haus

Viele Bürger, auch Pfarrer Alfons Forster verfolgten den historischen Schritt für Irchenrieth: Am Kabelverzweiger drückten Staatssekretär Albert Füracker und Bürgermeister Josef Hammer symbolisch den Startknopf für das schnelle Internet. Bild: fz

Irchenrieth ist auf die Daten-Autobahn eingebogen. Das ist ein Erfolg des auf schnellem Internet versessenen Bürgermeisters Josef Hammer.

Irchenrieth. (fz) Vor 29 Jahren war Albert Füracker als JU-Mann im "Berliner Hof" in Irchenrieth. Jetzt, nach drei Jahrzehnten, drückte der Staatssekretär im Finanzministerium symbolisch zusammen mit Bürgermeister Hammer den Knopf für das schnelle Internet. Irchenrieth ist die erste Gemeinde im Landkreis Neustadt und eine der ersten in Bayern.

Vorausschauend gehandelt

Gewerbebetriebe wollten mittlerweile nicht mehr wissen, wie hoch sei die Gewerbesteuer im Ort, und Bauwillige interessiere nicht mehr zu allererst, was koste das Grundstück. Die wichtigste Frage laute: "Gibt es hier das schnelle Internet?", wusste Füracker beim Empfang im Rathaus.

Irchenrieth sei mit 145 000 Euro in Vorleistung gegangen, bekomme dafür 80 Prozent Förderung und könnte eigentlich 400 000 Euro ausschöpfen. So viel wird Hammer nicht brauchen, denn bei früheren Baumaßnahmen habe die Gemeinde bereits Leerrohre im ganzen Ort verlegen lassen. Zudem profitiert Hammer von seiner Infrastruktur als Gemeinde mit nur einem Ort.

Stillstand gibt's aber nicht, denn Irchenrieth erschließt bereits ein weiteres Baugebiet mit 47 Parzellen - mit Glasfaser direkt ins Haus. Es sei spannend zu verfolgen, wie rasant Hammer auf der Datenautobahn marschiere, anerkannte Andreas Meier. Der Landrat sprach auch seinen Masterplan an: Kleine Dörfer erhielten nicht die unrentablen Kabelverzweiger und Kupferleitungen, sondern Glasfaserkabel.

Beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde bezeichnete Bürgermeister Hammer den Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht als seinen "Türöffner".

In Ostbayern ganz vorne

Der Staatssekretär betonte, dass nicht nur Irchenrieth, sondern auch andere Gemeinden im Landkreis ihre Hausaufgaben machten und gut im Förderprogramm mit bis zu 90 Prozent Zuschuss des Freistaates dabei seien.

Hochrangig waren auch die Vertreter der Deutschen Telekom. Sprecher Thomas Bär bestätigte, dass Irchenrieth als erste Gemeinde in der Oberpfalz und in Niederbayern in seinem Bereich immer einen Schritt voraus gewesen sei.
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