Glasfaser kommt billiger

Beim schnellen Internet werden die abgelegenen Gemeindeteile bald schneller sein als die innerörtlichen. Aufgrund wirtschaftlicher Berechnung erhalten drei der sechs Erschließungsgebiete Glasfaseranschlüsse mit einer Leistung von 100 Megabit pro Sekunde und mehr.

Immenreuth. (bkr) 2012 kam das schnelle Internet in der Gemeinde an. Ein Glasfaserkabel erreichte Immenreuth. Über sechs Multifunktionskästen erfolgte der Anschluss der Kupferleitungen an die moderne Technik. Die Verbesserung in der Übertragungsleistung von maximal 30 Megabit pro Sekunde ließ sich die Kommune damals 317 000 Euro kosten. Um die Ausgaben zu bestreiten, hob sie im Gegenzug die Grundsteuer von 320 auf 340 Punkte an.

Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern stellte am Donnerstag im Gemeinderat das Ergebnis des Markterkundungsverfahrens des zweiten Förderprogramms vor. Nach seinen Worten sei es unrentabel, in den Außenbereichen Kabelverteiler zu installieren, um von dort über die vorhandenen Kupferleitungen die Internetversorgung sicher zu stellen. Der direkte Anschluss an das Glasfaserkabel sei wirtschaftlicher. Den einzelnen Nutzern in den drei Erschließungsgebieten sei der Anschluss jedoch freigestellt, wenn die bisherige Leistung reiche, betonte Huber.

Der Zeitplan sieht als nächste Schritte die Ausschreibung, Angebotsabgabe und deren Auswertung vor. Nach vorsichtiger Schätzung von Walter Huber könnte ab Februar oder März 2017 das schnelle Internet in den Außenbereichen zur Verfügung stehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.